0 Punkte und 12 Gegentore: Gladbach taumelt nach 0:5 in Freiburg – Polanski vor dem Aus
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Nach der deutlichen Niederlage in Freiburg herrscht bei Borussia Mönchengladbach akute Krisenstimmung.
Nach einem schweren Fehlstart in die Bundesliga-Saison steht Trainer Eugen Polanski bei Borussia Mönchengladbach massiv unter Druck. Die 0:5-Niederlage beim SC Freiburg markierte den vorläufigen Tiefpunkt einer verpatzten Anfangsphase.
Nach drei Spieltagen belegen die Gladbacher ohne Punkt und mit einem Torverhältnis von 0:12 den letzten Tabellenplatz. Die mitgereisten Fans reagierten nach dem Schlusspfiff mit deutlichen Pfiffen und skandierten „Wir haben die Schnauze voll“.
Gladbachs Kapitän Tim Kleindienst sah beim Stand von 0:5 die Gelb-Rote Karte.
Zusätzlich geschwächt wurde das Team auf dem Platz durch einen Platzverweis: Kapitän Tim Kleindienst sah in der 52. Minute die Gelb-Rote Karte, sodass Gladbach die Partie in Unterzahl beenden musste.
Schröder vermeidet Bekenntnis zu Polanski
Sportdirektor Rouven Schröder verweigerte nach Abpfiff ein klares Bekenntnis zum 40-jährigen Cheftrainer für das anstehende Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05. Auf Nachfragen zu einer möglichen Jobgarantie reagierte Schröder zurückhaltend.
„Ich lasse mich jetzt nicht auf ‚kannst du ausschließen, kannst du garantieren, wenn und aber‘ ein“, erklärte Schröder. Man müsse zunächst die Leistung analysieren und eine Nacht über die Situation schlafen.

Sportdirektor Rouven Schröder steht vor richtungsweisenden Entscheidungen.
Am Sonntagmorgen sollen planmäßige Gespräche innerhalb der Führungsetage und mit den Geschäftsführern stattfinden. Eine gesonderte Krisensitzung sei dies jedoch laut Schröder nicht, da die interne Abstimmung nach jedem Spiel erfolge.
Polanski zeigt Verständnis für Trainerdiskussion
Polanski selbst äußerte sich nach der Niederlage gefasst über die aufkommenden Spekulationen bezüglich seiner Zukunft. „Wir haben deutlich zu wenige Punkte, dementsprechend ist es absolut auch gerechtfertigt“, stellte der Coach klar.
Polanski hatte das Amt vor knapp einem Jahr als Nachfolger von Gerardo Seoane angetreten und im November einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Die vergangene Spielzeit beendete der Klub mit 38 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz.
Auch TV-Experte Lothar Matthäus rechnet mit schnellen Entscheidungen der Borussia-Führung. „Zurzeit wackelt der Stuhl richtig gewaltig. Es ist ein Sturm in Mönchengladbach, was die Trainer-Position betrifft“, äußerte Matthäus bei Sky.


