0:5-Debakel im Volkspark: Mainz 05 zerlegt den Hamburger SV vor 57.000 Zuschauern
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0:5-Debakel im Volkspark: Mainz 05 zerlegt den Hamburger SV vor 57.000 Zuschauern
Die Transfer-Euphorie rund um den Hamburger SV hat einen abrupten Dämpfer erlitten. Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion unterlagen die Hamburger dem FSV Mainz 05 chancenlos mit 0:5 (0:2).

Spielszene der Bundesliga-Partie zwischen dem Hamburger SV und dem FSV Mainz 05.
Nach dem 0:2 zum Auftakt bei Borussia Dortmund steht der HSV nach zwei Spieltagen ohne Punkt und ohne eigenes Tor am Tabellenende. Die Mainzer klettern nach dem 0:0 gegen den SC Paderborn mit nun vier Zählern ins obere Tabellendrittel.
Frühe Fehler bringen Mainz auf Kurs
Der HSV startete mit hohem Pressing, verlor aber nach zehn Minuten komplett den Zugriff. Mainz übernahm das Kommando und nutzte die gravierenden Abstimmungsprobleme in der Hamburger Defensive konsequent aus.
Nach einem Ballverlust von Kapitän Nicolai Remberg im Mittelfeld bediente Kaishu Sano Angreifer Sheraldo Becker, der HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes in der 20. Minute keine Chance ließ. Kurz vor der Pause erhöhte Phillipp Mwene (42.) nach Vorarbeit von Becker auf 2:0.
Mainz-Torschütze Sheraldo Becker bejubelt die Führung gegen Hamburg.
Neue Formation ohne Stabilität
HSV-Trainer Merlin Polzin hatte seine Startelf im Vergleich zum Dortmund-Spiel auf vier Positionen verändert. Die Neuzugänge Zakaria El Ouahdi und David Möller Wolfe rückten direkt auf die Außenbahnen.
Dennoch fehlte dem Hamburger Spiel jede Struktur. Innenverteidiger Jordan Torunarigha offenbarte wiederholt Stellungsfehler, während Nationalspieler Nadiem Amiri das Mainzer Mittelfeld problemlos kontrollierte.
Dreifachwechsel verpufft nach der Pause
Zur zweiten Halbzeit reagierte Polzin und brachte mit Spielmacher Fabio Vieira, Patson Daka und Shafiq Nandja drei frische Kräfte. Die Hoffnung der Fans währte jedoch nur drei Minuten: Phillip Tietz traf in der 48. Minute zum 3:0 für die Gäste.
Mainz blieb das dominierende Team. Tietz schnürte in der 83. Minute seinen Doppelpack, ehe der eingewechselte Ex-Hamburger Ransford Königsdörffer in der Nachspielzeit (90.+1) den 5:0-Endstand markierte.
„Das ist ein Brett. Das müssen wir verarbeiten“, konstatierte HSV-Keeper Heuer Fernandes nach dem Schlusspfiff. Mainz-Trainer Urs Fischer zeigte sich dagegen zufrieden: „Wir waren über 90 Minuten griffig und haben sehr wenig zugelassen.“

