0:5-Debakel vor 57.000 Fans: Mainz 05 schießt den Hamburger SV ans Tabellenende
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0:5-Debakel vor 57.000 Fans: Mainz 05 schießt den Hamburger SV ans Tabellenende
Böses Erwachen vor ausverkaufter Kulisse
Die Euphorie nach den jüngsten Transferaktivitäten des Hamburger SV hat einen schweren Dämpfer erhalten. Am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga unterlagen die Hanseaten vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion dem FSV Mainz 05 chancenlos mit 0:5 (0:2).
Sheraldo Becker eröffnete den Torreigen in der 20. Minute, ehe Phillipp Mwene kurz vor der Pause nachlegte (42.). Im zweiten Durchgang schnürte Phillip Tietz einen Doppelpack (48., 83.), bevor der eingewechselte Ex-Hamburger Ransford Königsdörffer in der Nachspielzeit den Schlusspunkt setzte (90.+1).
Nach dem 0:2 zum Auftakt bei Borussia Dortmund verharrt der HSV mit null Punkten und 0:7 Toren am Tabellenende. Mainz hingegen verbucht nach dem vorangegangenen 0:0 gegen den SC Paderborn nun vier Zähler auf dem Konto.
Fehleranfällige Defensive und verpuffte Wechsel
HSV-Trainer Merlin Polzin hatte seine Startformation im Vergleich zur Vorwoche auf vier Positionen verändert. Auf den Außenbahnen debütierten die Neuzugänge Zakaria El Ouahdi und David Möller Wolfe anstelle von Bakery Jatta und Louis Lemke.
Dennoch übernahmen die von Urs Fischer trainierten Gäste nach einer kurzen Hamburger Anfangsphase die Spielkontrolle. Besonders HSV-Innenverteidiger Jordan Torunarigha offenbarte wiederholt Unsicherheiten im Defensivverbund.
Individuelle Aussetzer ebnen Mainzer Führung
Nachdem Becker bereits zwei frühe Gelegenheiten ungenutzt gelassen hatte, profitierte Mainz von einem Ballverlust des Hamburger Kapitäns Nicolai Remberg. Kaishu Sano bediente Becker, der Torwart Daniel Heuer Fernandes überwand.
Wenig später bereitete Becker den Treffer von Mwene vor. Auch ein Dreifachwechsel zur Pause, bei dem Polzin neben Patson Daka und Shafiq Nandja auch den von den Fans gefeierten Rückkehrer Fabio Vieira brachte, änderte nichts an der Dominanz der Rheinhessen.
Stimmen nach dem Abpfiff
„Ärgerlich. Das ist ein Brett. Das müssen wir verarbeiten“, bilanzierte Torhüter Daniel Heuer Fernandes nach dem Schlusspfiff. „Aber wir wissen, dass wir am Anfang sind und werden uns davon erholen.“
Kapitän Nicolai Remberg übte deutliche Selbstkritik: „Wir haben es, unabhängig von den individuellen Fehlern, nicht geschafft, mal gefährlich nach vorn zu kommen.“
Trainer Polzin bemängelte fehlende Gegenwehr und stellte klar: „Wir haben eine schlechte Leistung gezeigt und dafür stehen wir gerade.“
Mainz-Coach Urs Fischer zeigte sich hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir waren über 90 Minuten griffig. Die drei Punkte nehmen wir gern mit“, sagte der Schweizer und betonte die defensive Stabilität über die gesamte Spieldauer.
