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1.082 Verstöße in 8 Tagen: Polizei warnt vor gefährlichem Fehler beim Schulstart

Eine Frau legt den Arm um ein Schulkind Aktuelle News

Die Polizei Dortmund mahnt Eltern zum Schulstart zu mehr Vorsicht im Straßenverkehr.

Hupende Autos, Halten in zweiter Reihe und Erstklässler, die zwischen Stoßstangen auf die Straße treten: Mit dem Schulbeginn am 2. September droht vor vielen Schulen in Dortmund wieder akutes Verkehrschaos. Die Polizei appelliert an Eltern, ein riskantes Verhalten konsequent zu vermeiden.

Eine Frau legt den Arm um ein Schulkind.
Eine Frau legt den Arm um ein Schulkind.

Gefährliche Elterntaxis: 1.082 Verstöße in nur acht Tagen

Sogenannte Elterntaxis führen morgens regelmäßig zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen vor den Eingängen. Wie gravierend das Problem ist, zeigen bisherige Kontrollen: Innerhalb von nur acht Tagen registrierte die Dortmunder Polizei bei Schulwegüberwachungen 1.082 Verkehrsverstöße.

Besonders riskante Wendemanöver in engen Straßen, das Blockieren von Geh- und Radwegen sowie das Zuparken von Einmündungen gefährden die Schulkinder massiv.

Ausweichstellen statt Schultor ansteuern

Wer auf das Auto angewiesen ist, sollte den Nachwuchs keinesfalls direkt vor dem Schultor absetzen. Die Polizei empfiehlt, Fahrzeuge an geeigneten, erlaubten Stellen mit etwas Abstand zum Schulgelände zu parken.

Die verbleibenden Meter können die Kinder eigenständig zu Fuß zurücklegen. Das entzerrt den morgendlichen Verkehrsstrom vor dem Eingangsbereich spürbar.

Elterntaxi in Mülheim an der Ruhr.
Elterntaxi in Mülheim an der Ruhr.

Sicherer Weg statt kürzeste Strecke

Familien sollten den Weg zur Schule bereits vor dem ersten Schultag mehrmals gemeinsam abgehen. Dabei gilt das Prinzip Sicherheit vor Schnelligkeit: Ampeln, Zebrastreifen und breite Gehwege sind schmalen Abkürzungen ohne Querungshilfen immer vorzuziehen.

Gefahrenstellen wie unübersichtliche Kreuzungen müssen dabei gezielt besprochen werden. Reflektoren und helle Kleidung sorgen zusätzlich dafür, dass Kinder in der Morgendämmerung frühzeitig gesehen werden.

Kinder orientieren sich im Straßenverkehr stark an Erwachsenen. Eltern sollten daher konsequent als Vorbild agieren, an roten Ampeln warten und vor dem Queren der Fahrbahn stets mehrfach nach links und rechts blicken.

Begleitend führt die Polizei Dortmund ihre seit 2021 bestehende Kampagne „Unsere Kids haben keinen Airbag“ fort. Anwohnerinnen und Anwohner können entsprechende Plakate kostenfrei anfordern und am eigenen Grundstück anbringen.