1 Milliarde Euro für das Kino: Frankreich und Südkorea schmieden Milliarden-Allianz
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1 Milliarde Euro für das Kino: Frankreich und Südkorea schmieden Milliarden-Allianz
Frankreich und Südkorea bündeln ihre Kräfte, um der globalen Krise der Filmbranche entgegenzuwirken. Im Rahmen des internationalen „Sommet Lumière“ im südfranzösischen Saint-Paul-de-Vence kündigten beide Staaten einen gemeinsamen Unterstützungsfonds in Höhe von einer Milliarde Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren an.
Das Vorhaben trägt den Namen „Lumière-Partnerschaft“. Ziel der Initiative ist es, die Bild- und Filmindustrie gezielt zu fördern und die kulturelle Souveränität angesichts rasanter technologischer Veränderungen zu sichern.
Finanzierung zu gleichen Teilen
Die Milliardensumme wird paritätisch aufgeteilt. Frankreich steuert 500 Millionen Euro bei, die aus bereits bestehenden Kreditlinien der staatlichen Investitionsbank Bpifrance stammen. Die verbleibenden 500 Millionen Euro stellt Co-Gastgeber Südkorea bereit.
Zu dem Gipfel in der Fondation Maeght reisten rund 200 hochrangige Branchenvertreter aus 55 Ländern an. Neben Vertretern traditioneller Hollywood-Studios und TV-Sender nehmen auch Streaming-Anbieter, Kinobetreiber, Produzenten sowie Publisher aus der Videospielindustrie teil.
Klare Haltung zu Künstlicher Intelligenz und Streaming
Die Initiative reagiert auf tiefgreifende strukturelle Probleme des Sektors. Trotz vereinzelter Kassenschlager ist die Zahl der Kinobesucher in den vergangenen fünf Jahren international um rund 40 Prozent eingebrochen. Hinzu kommen verändertes Mediennutzungsverhalten, Plattformkonzentration und der massive Vormarsch generativer Technologien.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betonte während des Treffens die Notwendigkeit, die Kontrolle über die technologischen Umbrüche zu behalten. Hinter jedem Werk stünden Arbeitsplätze, Kreative, Techniker und eine gesamte Wertschöpfungskette.
Schutz des Urheberrechts und neue Allianz für Kinos
Besonderes Augenmerk liegt auf den Risiken durch Künstliche Intelligenz. Es wäre ein fataler Fehler, wenn KI-Systeme dazu genutzt würden, Autoren, Kreative oder Synchronsprecher zu ersetzen, warnte Macron und forderte einen entschiedenen Schutz des Urheberrechts.
Neben dem Finanzfonds kündigte Macron die Gründung einer neuen internationalen Vereinigung namens „Iris“ an. Dieser Zusammenschluss unabhängiger Kinosäle soll künftig die Diversität abseits großer Kinoketten und Streamingdienste weltweit absichern.
