10.000 Zuschauer und neun hohe Cs: Wiener Staatsoper eröffnet Saison mit Gala im Park
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10.000 Zuschauer und neun hohe Cs: Wiener Staatsoper eröffnet Saison mit Gala im Park
Rund 10.000 Klassikfans strömten zum Saisonstart in den Wiener Burggarten, um die Open-Air-Gala der Wiener Staatsoper live mitzuerleben. Wegen des enormen Andrangs musste das Areal vorübergehend geschlossen werden. Tausende weitere Zuschauer verfolgten die Übertragung per Livestream auf dem Rathausplatz sowie im Fernsehen auf ORF III.
Das Konzept folgt dem Vorbild des sommerlichen Schönbrunn-Konzerts: Bei freiem Eintritt bringt das Ensemble populäre Werke einem breiten Publikum näher und gibt zugleich einen Ausblick auf die neue Spielzeit.

Das „Opern Air“ der Wiener Staatsoper im Burggarten.
Glanzvolles Staraufgebot im Burggarten
Das Gesangsensemble zeigte sich in Höchstform. Sopranistin Asmik Grigorian glänzte unter anderem als Carmen, Lisa und Manon sowie im Duett „Vogliatemi bene“ aus Puccinis „Madama Butterfly“.
An ihrer Seite brillierte Piotr Beczała, der als Andrea Chénier, Lohengrin und mit Puccinis „Nessun dorma“ das Publikum direkt in seinen Bann zog.
Spitzenleistungen auf der Bühne
Tenor Juan Diego Flórez feuerte als Tonio aus Donizettis „Regimentstochter“ präzise neun hohe Cs in den Abendhimmel. Gemeinsam mit Bariton Ludovic Tézier interpretierte er zudem das Freundschaftsduett aus Bizets „Perlenfischern“.
Tézier selbst steuerte zwei Verdi-Passagen bei. Dirigent Marco Armiliato führte das Ensemble mit gewohnt herzlicher Präsenz durch das anspruchsvolle Programm.
Tenor Juan Diego Flórez und Dirigent Marco Armiliato bei der Gala.
Opern-Karussell für junge Einsteiger
Parallel zur großen Gala setzt das Opernhaus auch auf Nachwuchsarbeit. Am zweiten Standort der Staatsoper, dem „Nest“ am Karlsplatz zwischen Künstlerhaus und Musikverein, steht ein rosa Karussell für Kinder ab vier Jahren bereit.
Fabian Tobias Huster (Can Can), Beatriz Maia (Olympia) und Florentina Serles (Muse) vor dem Staatsopern-Nest.
Unter der Regie von Anna Bernreitner erleben Passanten und Kinder ein 20-minütiges Programm mit Melodien aus Jacques Offenbachs Werken wie „Hoffmanns Erzählungen“ und „Orpheus in der Unterwelt“. Drei Gesangssolisten und sechs Instrumentalisten des Staatsopern-Bühnenorchesters unter Dan K. Kurland gestalten die musikalische Fahrt, optisch untermalt von den Kostümen von Hannah Oellinger.


