10-Millionen-Zugang Lilian Brassier: Frankfurts neuer Abwehrchef erklärt seinen Plan
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Lilian Brassier wechselte für rund zehn Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt.
Nach dem ernüchternden 1:4 gegen den FC Augsburg herrscht bei Eintracht Frankfurt spürbare Katerstimmung. Mittendrin stand Lilian Brassier, der drei Tage nach seinem Debüt erstmals offiziell vor die Medien trat.
Der 26-jährige Innenverteidiger, den die Hessen für knapp zehn Millionen Euro von Stade Rennes verpflichtet haben, zeigte sich trotz der vier Gegentore im ersten Pflichtspiel kämpferisch und reflektiert.
Lilian Brassier im Trikot von Eintracht Frankfurt beim Spiel gegen Augsburg.
Debüt nach bitterem Dämpfer gegen Augsburg
Die Premiere im Waldstadion verlief sportlich turbulent. Nach einer stabilen Anfangsphase brachen bei den Frankfurtern im zweiten Durchgang alle Dämme, inklusive eines Doppelschlags der Gäste binnen 103 Sekunden.
Brassier selbst blieb ohne gravierenden individuellen Fehler, offenbarte in der neu formierten Abwehrkette jedoch noch nachvollziehbare Abstimmungsprobleme. Für den Franzosen ist die Niederlage ein klarer Arbeitsauftrag.
„Wir müssen viel aggressiver auftreten, eine Schippe drauflegen. Und zwar nicht nur über 45, sondern 90 Minuten“, forderte der Linksfuß nach einer intensiven Videoanalyse.
Vom Jugendspieler zum Abwehr-Löwen
Dass Brassier auf dem Platz kompromisslos zur Sache geht, war nicht immer selbstverständlich. In der Akademie von Stade Rennes hielt ihn sein damaliger Ausbilder Pierre-Emmanuel Bourdeau anfangs für schlichtweg zu nett.
Ein Löwenposter über dem Bett sollte dem Nachwuchsverteidiger damals die nötige Härte und Entschlossenheit vermitteln. Seit dieser Zeit trägt er den Spitznamen „Löwe“ und entwickelte sich über Stationen bei Stade Brest und Olympique Marseille zur festen Größe im französischen Profifußball.
„Ich bin ein Kämpfer, der nie aufgibt“, betonte Brassier bei seiner Vorstellung im Frankfurter Proficamp.
Disziplinierte Härte in 161 Ligaspielen
Seine Zweikampfführung beschreibt der Abwehrmann als intensiv, aber kontrolliert. Die Statistik untermauert seinen Ansatz: In 161 Partien in der französischen Ligue 1 kassierte er lediglich einen einzigen Platzverweis.
Den direkten und offensiven Spielstil der Bundesliga vergleicht Brassier mit dem Tempo der englischen Premier League. Diese Spielweise verlange eine hohe defensive Stabilität, zu der er als Führungsspieler beitragen will.
Fokus auf das internationale Geschäft
Welche taktische Grundordnung das Trainerteam wählt, spielt für den Neuzugang aus der Nähe von Paris keine entscheidende Rolle. Ob Dreier-, Vierer- oder Fünferkette sei nebensächlich.
„Das ist keine Frage des Systems, sondern der Mentalität“, stellte Brassier klar. Genau dieser Einsatzwille soll die Frankfurter Eintracht am Ende der Saison wieder in den Europapokal führen.

