100 Quadratmeter für 54.000 Euro: Was das Amazon-Fertighaus wirklich kostet
Aktuelle News
Ein Fertighaus mit 100 Quadratmetern Wohnfläche wird online angeboten.
Ein Fertighaus per Mausklick: Auf dem Amazon-Marktplatz wird ein Modell mit rund 100 Quadratmetern Wohnfläche für 54.000 Euro gelistet. Das Gebäude bietet zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche und ein Badezimmer, wird jedoch von einem Drittanbieter verkauft.
Der niedrige Einstiegspreis sorgt für Aufmerksamkeit, deckt jedoch bei weitem nicht alle Ausgaben bis zur Bezugsfertigkeit ab.
Versteckte Ausgaben vor dem Einzug
Der reine Kaufpreis umfasst lediglich die Bauelemente. Für Bauherren entstehen zusätzliche Aufwände für das Grundstück, die Lieferung, das Gießen des Fundaments sowie die eigentliche Montage.
Zudem müssen Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom nach geltenden Standards gelegt und finanziert werden.
Hohe Nebenkosten für Montage und Genehmigung
Die Verbraucherschutzorganisation OCU beziffert allein die Ausgaben für Genehmigungen und Installation bei kleineren Fertighäusern auf 9.530 bis 22.200 Euro. Bei einer Fläche von 100 Quadratmetern liegen diese Zusatzkosten meist deutlich höher.

Interessenten sollten vorab kontrollieren, ob Mehrwertsteuer, Frachtkosten, Montagezubehör und Garantien im Angebot enthalten sind. Auch bautechnische Nachweise und Zertifikate müssen vorliegen.
Rechtliche Hürden und Bauvorschriften in Deutschland
Auch hierzulande werden derartige Bausätze im Internet vertrieben. Ein einfacher Aufbau im Garten oder auf einer Freifläche ist rechtlich nicht möglich.
Für dauerhaft genutzte Wohngebäude ist eine Baugenehmigung zwingend erforderlich. Laut dem Immobilienportal Immowelt muss vor dem Kauf beim zuständigen Bauamt geklärt werden, ob das jeweilige Grundstück für den Bau freigegeben ist und welche Auflagen gelten.
