13 Fehlalarme und Gewalt: Realschule in Ludwigshafen fordert Bildungsministerin heraus
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Einsatzkräfte vor dem Schulzentrum in Ludwigshafen.
Die Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen kommt nicht zur Ruhe. Immer wieder unterbrechen grundlos ausgelöste Feueralarme und Gewaltvorfälle den Unterrichtsalltag.
Für die Schülerinnen und Schüler steht vor allem ein Anliegen im Vordergrund: Sie fordern ein Ende der ständigen Störungen und mehr Sicherheit auf dem Schulgelände.

Einsatzfahrzeuge vor der Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen
Hohe Kosten durch ständige Fehlalarme
Allein in diesem Jahr rückte die Feuerwehr 16 Mal zu dem Schulzentrum aus, zu dem neben der Realschule plus auch ein Gymnasium gehört. Bei 13 dieser Einsätze handelte es sich um mutwillig ausgelöste Fehlalarme.
Jeder dieser Vorfälle schlägt spürbar zu Buche: Nach Angaben der Stadt Ludwigshafen kostet ein Fehlalarm pauschal 1.389,56 Euro.
Neben den Alarmen belasten wiederkehrende Gewaltübergriffe im Unterricht und auf dem Pausenhof die Situation vor Ort.
Mara Seigfried, Sprecherin des Elternbeirates
Eltern und Lehrkräfte fordern Konsequenzen
Mara Seigfried, Sprecherin des sechsköpfigen Elternbeirates, fordert vom Bildungsministerium und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) eine klare Linie. Sanktionen müssten nicht nur gegen regellose Schüler greifen, sondern auch gegenüber Lehrkräften, die Unterstützungsmaßnahmen blockierten.
Auch Regionalelternsprecherin Justyna Winkler dringt auf verlässliche Bedingungen. Die Einrichtung müsse wieder zu einem Ort werden, an dem Kinder ohne Angst lernen und Lehrkräfte geregelt arbeiten können.

Spaltung im Kollegium
Das Lehrerkollegium zeigt sich in der Bewertung der Lage gespalten. Ein Teil sieht die Ursache bei der Schulleitung und wirft dem Leiter mangelnde Konsequenz bei Regelverstößen vor.
Andere Lehrkräfte unterstützen den Schulleiter und sehen die Blockadehaltung bei Teilen des Kollegiums. Der Schulleiter selbst ließ entsprechende Medienanfragen bislang unbeantwortet.
Politik verlangt Antworten im Landtag
Die Fraktionen im rheinland-pfälzischen Landtag drängen auf Maßnahmen. Die Freien Wähler fordern zusätzliche Stellen für Schulsozialarbeit, psychologische Unterstützung sowie ein abgestimmtes Sicherheitskonzept mit der Polizei.
Die Grünen verlangen Auskunft über konkrete Schritte zur personellen und pädagogischen Stabilisierung der Schule. Die AfD-Fraktion brachte zudem den dauerhaften Einsatz von Sicherheitspersonal und die Kostenübernahme von Polizeieinsätzen durch Verursacher ins Spiel.
Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) wird ihre Pläne zur Zukunft der Realschule plus im Bildungsausschuss in Mainz vorstellen.

