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13-Millionen-Deal: Marokko kauft zwei Drohnenboote aus den Niederlanden

13-Millionen-Deal: Marokko kauft zwei Drohnenboote aus den Niederlanden Aktuelle News

13-Millionen-Deal: Marokko kauft zwei Drohnenboote aus den Niederlanden

Die königliche marokkanische Marine rüstet auf und setzt dabei auf Technologie aus Europa. Für rund 13 Millionen Euro kauft das Land zwei unbemannte Überwasserfahrzeuge aus den Niederlanden, wie aus Unterlagen des niederländischen Außenministeriums hervorgeht.

Zwei Plattformen für unterschiedliche Schutzaufgaben

Die beiden Boote basieren auf derselben Plattform, erhalten jedoch spezialisierte Ausrüstungen. Ein System übernimmt die Minenabwehr, um Schifffahrtswege und Zufahrten zu Seehäfen aufzuklären und von Gefahren zu befreien.

Die zweite Drohne ist für die U-Boot-Jagd vorgesehen. Ausgestattet mit Sonartechnik und Sensoren soll sie Unterwasserbewegungen in Küstengewässern lückenlos überwachen.

Autonome Einsätze über mehrere Tage

Die unbemannten Systeme können laut Berichten von „Business Insider Africa“ mehrere Tage lang autonom auf See operieren. Das Einsatzpaket umfasst neben den Booten eine zentrale Leitstelle, Ersatzteile sowie Schulungsprogramme für die marokkanische Marine.

Der „Inspector 125“ ein vielseitiges und seetaugliches unbemanntes Oberflächenfahrzeug (USV), das dazu konzipiert ist, Minen mithilfe einer Reihe von Unterwasserdrohnen aufzuspüren und zu entschärfen und dabei die Sicherheit des Minenräumpersonals zu gewährleisten.
Das unbemannte Oberflächenfahrzeug Inspector 125 dient der Minenaufklärung und -räumung auf See.

Niederlande stufen Export als rein defensiv ein

Der Rüstungsexport durchlief die Prüfungen nach den Richtlinien der Europäischen Union. Die niederländische Regierung stuft die Drohnenboote als rein defensive Werkzeuge zum Schutz von Infrastruktur und Handelsrouten ein.

Nach Informationen des spanischen Fachportals „Defensa“ lassen sich die Fahrzeuge ohne massive technische Eingriffe nicht für Offensivoperationen umrüsten. Auch mit Blick auf die politischen Spannungen zwischen Marokko und Algerien sah Den Haag kein sicherheitspolitisches Hindernis für die Genehmigung.

Hersteller und Modell bleiben unter Verschluss

Welches Unternehmen den Auftrag ausführt, halten die Behörden vertraulich. Branchenkenner vermuten eine Verbindung zu einem 2025 in den Niederlanden vorgestellten Konzept für etwa zwölf Meter lange Überwasser-Drohnen.

Der Zukauf fügt sich in die strategische Neuausrichtung der marokkanischen Streitkräfte ein, die ihre maritime Überwachung seit Jahren systematisch auf unbemannte Plattformen umstellen.