1,3 Millionen Festnetzanschlüsse vor dem Aus: So sparen Betroffene bis zu 27 Euro monatlich
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Rund 1,3 Millionen reine Telefonanschlüsse ohne Internet werden schrittweise umgestellt.
Die Deutsche Telekom stellt die letzten rund 1,3 Millionen reinen Festnetzanschlüsse schrittweise um. Reine Telefonie-Verträge ohne Internetanschluss werden bereits seit längerer Zeit nicht mehr neu vermarktet. Für Bestandskunden, die weiterhin ausschließlich telefonieren möchten, bietet der Konzern eine Adapterbox namens „Call Connect via Funk“ an.
Teure Adapterbox für bisherige Festnetztelefone
Über die Adapterbox wird das herkömmliche Telefon direkt mit dem Mobilfunknetz verbunden. Die bisherige Festnetznummer bleibt dabei erhalten.
Dieser Komfort ist jedoch mit spürbaren Monatskosten verbunden: Je nach gewähltem Tarif verlangt die Telekom knapp 23 Euro für 120 Inklusivminuten oder gut 32 Euro für eine Festnetz-Flatrate. Hinzu kommen Einmalkosten von rund 100 Euro für den Kauf der Box oder monatlich knapp 4 Euro Mietgebühr.
Nur Telefonieren: Was nun mit Ihrem alten Anschluss passiert
Verivox sieht enormes Sparpotenzial ab 5 Euro
Das Vergleichsportal Verivox bewertet das Box-Angebot als nicht marktgerecht. Reguläre Mobilfunktarife mit einer Allnet-Flatrate sind im Telefónica- oder Vodafone-Netz bereits ab etwa 5 Euro monatlich verfügbar.
Betroffene können ihre monatlichen Ausgaben damit um mehr als drei Viertel senken. Selbst bei einem Verbleib im Telekom-Netz lässt sich die monatliche Grundgebühr mit einem einfachen Mobilfunkvertrag mehr als halbieren.

Telefon-Box „Call Connect via Funk“
Günstige Hardware als Alternative zur Telekom-Box
Wer auf die Beibehaltung der alten Festnetznummer verzichten kann und eine Mobilfunknummer nutzt, spart auch bei den Geräten. Einfache Tasten-Handys oder Seniorentelefone gibt es bereits ab 25 Euro im Handel.
Für Nutzer, die die gewohnte Bedienung eines stationären Apparats bevorzugen, bieten sich Mobilfunk-Tischtelefone an. Diese Geräte sehen aus wie klassische Telefone, verfügen über einen Hörer mit Spiralkabel, arbeiten aber direkt mit einer eingelegten SIM-Karte. Entsprechende Geräte sind ab etwa 70 Euro erhältlich.
Technische Vorgabe: Geräte müssen 4G unterstützen
Beim Kauf neuer Telefone ist die unterstützte Funktechnik entscheidend. Ältere Standards reichen für die Zukunft nicht mehr aus.
Das 3G-Netz (UMTS) ist in Deutschland bereits vollständig abgeschaltet. Da auch die Abschaltung des 2G-Standards (GSM) für das Jahr 2028 angekündigt ist, müssen Neugeräte zwingend 4G (LTE) oder 5G unterstützen, um dauerhaft nutzbar zu bleiben.


