14 erwachsene Luchse im Schwarzwald: Warum Neuzugang Nero eine Schlüsselrolle spielt
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14 erwachsene Luchse im Schwarzwald: Warum Neuzugang Nero eine Schlüsselrolle spielt
Wachsender Bestand im Südwesten
Die Population der Luchse im Schwarzwald verzeichnet einen weiteren Zuwachs. Mittlerweile streifen 14 erwachsene Tiere durch die Wälder Baden-Württembergs.
Ein zentraler Baustein des aktuellen Artenschutzprogramms ist Luchs „Nero“. Das Tier stammt nicht aus freier Wildbahn, sondern aus einer zoologischen Einrichtung.
Luchs im Rahmen von Artenschutz- und Monitoringmaßnahmen in Baden-Württemberg.
Gezielte Verstärkung durch Zoonachzuchten
Dass gezielt Tiere aus Gehegehaltungen freigelassen werden, hat handfeste biologische Gründe. Die natürliche Zuwanderung verläuft im Südwesten weiterhin extrem schleppend.
Vor allem weibliche Luchse wandern selten über weite Strecken ab. Männliche Einzeltiere, die den Schwarzwald auf eigene Faust erreichen, finden daher oft keine Partnerinnen vor Ort.
Genetische Vielfalt als Überlebensfaktor
Die Auswilderung ausgewählter Tiere wie Nero soll den Genpool stabilisieren. Ohne frisches Erbgut droht kleinen, isolierten Vorkommen rasch eine schädliche Inzucht.
Fachleute bereiten die Raubkatzen vor der Freilassung gezielt auf das Überleben in freier Natur vor. Nach dem Verlassen des Auswilderungsgeheges dokumentieren Forscher die Wanderbewegungen über Senderhalsbänder und Fotofallen.

