15.000 Kubikmeter Fels instabil: Akute Felssturzgefahr am Säntis erzwingt Sperrungen
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15.000 Kubikmeter Fels instabil: Akute Felssturzgefahr am Säntis erzwingt Sperrungen
Am Säntis, dem höchsten Gipfel der Ostschweiz, droht ein massiver Felsabbruch. Die Behörden des Kantons Appenzell Ausserrhoden haben reagiert und Teilbereiche oberhalb der Schwägalp vorsorglich abgeriegelt.
Die bekannte Säntis-Schwebebahn steht derzeit ohnehin still. Dort laufen aktuell Bauarbeiten für eine moderne Seilbahnanlage.
Die Nordwand des Säntis mit der eingezeichneten, möglichen Sturzbahn.
Gefahrenzonen und Einschränkungen für Touristen
Für Urlauber und Wanderer gibt es klare Grenzen. Das Hotel-Restaurant Schwägalp sowie der zentrale Großparkplatz befinden sich außerhalb der Gefahrenzone und bleiben uneingeschränkt erreichbar.
Auch die direkte Wanderroute von der Schwägalp nach Siebenhütten ist sicher. Direkt oberhalb dieses Gebiets greifen jedoch strikte Sicherheitsmaßnahmen.
Gesperrte Bereiche im Überblick
- Kiesgrube Siebenhütten: Der Betrieb wurde sofort gestoppt, das Gelände komplett abgeriegelt.
- Flurstraße: Für Fußgänger im betroffenen Abschnitt komplett gesperrt. Autos und Fahrräder dürfen die Straße weiterhin passieren.
- Offizielle Wege: Wanderer werden dazu angehalten, markierte Routen unter keinen Umständen zu verlassen.
Ein Hubschrauber transportiert Bauteile am Säntis.
Bis zu 15.000 Kubikmeter Gestein bedrohen das Tal
Geologen beziffern das Volumen der absturzgefährdeten Felsmasse an der Säntis-Nordwand auf bis zu 15.000 Kubikmeter. Im Vergleich zu historischen Katastrophen wie dem Felssturz am Piz Cengalo 2017 mit mehreren Millionen Kubikmetern gilt das Ereignis als kleineres Szenario, birgt im Ernstfall aber tödliche Gefahren durch Steinschlag.
Entdeckt wurde die brüchige Steilwand unterhalb des Girenspitzes durch den Piloten eines Rettungshubschraubers. Geologen untersuchen die schwer zugängliche Wand nun intensiv, um über eine mögliche instrumentelle Überwachung oder weitere Sperrungen zu entscheiden.


