15,3 Prozent Rendite versprochen: Warum Spezial- und Immobilienfonds vor dem Aus stehen
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Riskante Spezialfonds geraten zunehmend unter Druck und hinterlassen verunsicherte Anleger.
Verbraucherschützer und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schlagen Alarm: Fonds ist keineswegs gleich Fonds. Während breit gestreute Indexfonds wie der MSCI World solide Basisinvestments bieten, bergen Nischenprodukte erhebliche Gefahren.
Jedes Jahr drängen 250 bis 300 neue Fonds auf den deutschen Markt. Zwischen seriösen Angeboten verbergen sich immer wieder Konstrukte mit intransparenten Kosten und existenzbedrohenden Risiken für das eingesetzte Kapital.
Das Versprechen der „Milliardärs-Anlage“
Besonders sogenannte Eltifs (European Long-Term Investment Funds) standen zuletzt im Marketing-Fokus. Diese Produkte sollen Kleinanlegern den Einstieg in Großprojekte wie Windparks, Rechenzentren oder Private Equity ermöglichen – Anlageklassen, die früher institutionellen Großinvestoren vorbehalten blieben.
In Werbekampagnen oft als exklusive Chance angepriesen, offenbaren Eltifs in der Praxis gravierende Schwächen. Das zeigt das Scheitern konkreter Projekte am Markt.
Das Debakel um den Hep Solar Invest Eltif
Ein drastisches Beispiel liefert der „Hep Solar Invest Eltif“. Der Fonds warb mit Investitionen in erneuerbare Energien, einer theoretischen Laufzeit von 99 Jahren und satten 15,3 Prozent Jahresrendite bei angeblich moderatem Risiko.

Die Realität folgte bereits nach zwölf Monaten: Statt des Zielvolumens von 50 Millionen Euro kamen lediglich 600.000 Euro zusammen. Der Fondsbetreiber leitete die Liquidation ein.
Die Folgen treffen auch andere Anleger des Initiators Hep Kapitalverwaltung AG. Bei den Produkten „Hep Opportunity“ 1 und 2 warten Investoren laut Berichten auf Rückzahlungen und Zinsen in Höhe von rund 10 Millionen Euro. Der Anbieter beruft sich auf eine vorinsolvenzliche Durchsetzungssperre, wodurch die Gelder vorerst blockiert bleiben.
Offene Immobilienfonds geraten ins Wanken
Auch offene Immobilienfonds, jahrzehntelang als konservativer Baustein geschätzt, kämpfen mit massiven Problemen. Ende Juni 2026 traf es den von der KanAm Grund verwalteten „Leading Cities Invest“, der aufgelöst werden musste.
Veränderte Marktbedingungen führten zu massiven Mittelabflüssen. Steigende Finanzierungszinsen verteuerten Kredite, während Anleger ihr Kapital zunehmend in festverzinsliche Wertpapiere und Festgeld umschichteten.
