16.169 Klinikfälle in NRW: AOK warnt bei Kopfschmerzen vor gefährlichem Medikamenten-Fehler
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Symbolbild Kopfschmerzen
In Nordrhein-Westfalen verzeichneten Krankenhäuser 2024 einen deutlichen Anstieg bei stationären Behandlungen wegen schwerer Kopfschmerzen und Migräne. Dies belegt eine Auswertung der AOK NordWest auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes.
Symbolbild Kopfschmerzen
8,2 Prozent mehr Behandlungsfälle – Frauen besonders betroffen
Insgesamt 16.169 Patientinnen und Patienten wurden 2024 in NRW-Kliniken wegen dieser Leiden stationär aufgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr mit 14.944 Fällen entspricht das einem Zuwachs von 8,2 Prozent.
Auffällig ist die Verteilung der Geschlechter: Mit 11.018 Einweisungen waren über 68 Prozent der Betroffenen weiblich, während 5.151 Männer behandelt werden mussten.
Migräne gilt als genetisch mitbedingt und betrifft nach Kassenangaben etwa 15 Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer. Typische Symptome sind einseitige, pulsierende Schmerzen über einen Zeitraum von vier bis 72 Stunden, häufig begleitet von Lichtempfindlichkeit und Übelkeit.
Schmerzmittel als Auslöser für Dauerschmerz
Bei wiederkehrenden Schmerzattacken greifen viele Betroffene eigenständig zu Schmerzmitteln. Die Krankenkasse warnt jedoch vor einer gefährlichen Eigendynamik durch die dauerhafte Einnahme frei verkäuflicher Präparate.
Die 10-Tage-Regel bei Schmerzmitteln
Wer an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzmedikamente einnimmt, riskiert einen medikamentenbedingten Übergebrauchs-Kopfschmerz. Die Tabletten lindern die Beschwerden dann nicht mehr, sondern halten sie dauerhaft aufrecht.
Zusätzlich drohen bei regelmäßigem Missbrauch langfristige Schäden an Leber und Nieren. Bei häufigen Kopfschmerzattacken rät die Kasse zur ärztlichen Abklärung, dem Führen eines Kopfschmerztagebuchs sowie dem Einsatz von Entspannungsverfahren wie der progressiven Muskelentspannung.

