16 Tage Dauereinsatz auf der Wiesn: Eine Schaustellerin über die harte Realität hinter den Kulissen
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Hinter den Kulissen des Oktoberfests leisten Beschicker und Standbetreiber jeden Tag Schwerstarbeit.
Während Tausende Festbesucher vormittags ihre Tracht zurechtlegen und sich auf die ersten Maß Bier freuen, herrscht hinter den Kulissen des Oktoberfests bereits Hochbetrieb. Für die Standbetreiber und Beschicker beginnt der Arbeitstag viele Stunden vor dem Einlass.
Katharina Rohrer Bowers leitet die Münchner Wurstbraterei und kennt das größte Volksfest der Welt seit ihrer Kindheit. Ihre Eltern betreiben die Beerenalm, sie selbst wuchs zwischen Marktständen und Festzelten auf.
Frühschicht vor dem großen Ansturm
Der Arbeitsalltag startet auf der Theresienwiese lange vor den ersten Bestellungen. Lieferungen müssen angenommen, Warenbestände kontrolliert und Getränke gekühlt werden.
Bevor das Festgelände öffnet, bespricht das Team die Abläufe des Tages. Sobald die Buden aufmachen, geht es zunächst noch ruhig zu, Stammgäste kommen für ein kurzes Gespräch vorbei.
Präzision im Minutentakt
Mit zunehmender Stunde kippt die Dynamik schlagartig. Vor den Ständen bilden sich lange Warteschlangen, Bestellungen prasseln im Sekundentakt ein.
In diesen Phasen muss jeder Handgriff blind sitzen. Das Personal verständigt sich mit kurzen Zurufen, um dem Andrang standzuhalten und gleichzeitig den Überblick zu behalten.

Arbeitsplatz zwischen Trubel und Feierlaune
Trotz der körperlichen Belastung bekommen die Mitarbeiter das Geschehen auf der Theresienwiese unmittelbar mit. Musik aus den Zelten und Geschichten von Gästen aus aller Welt prägen die Atmosphäre am Stand.
Für viele Schausteller sind es genau diese kurzen Begegnungen, die den Stress aufwiegen. Menschen aus München und internationalen Metropolen teilen innerhalb weniger Minuten persönliche Geschichten mit dem Verkaufspersonal.
Wenn die Lichter ausgehen
Wenn die Besucher am späten Abend den Heimweg antreten, ist die Schicht für die Standcrews noch längst nicht vorbei. Nach dem Ausschank beginnt das Aufräumen, Reinigen und die Vorbereitung für den nächsten Tag.
Erst wenn die Buden verschlossen und die Lichter auf der Theresienwiese gelöscht sind, endet die Arbeit. Nach 16 Tagen Dauerbetrieb folgt der Abbau, bevor direkt die Planung für kommende Märkte startet.
