17,4 Millionen Euro: EU finanziert 94,4 Prozent eines neuen 4-Sterne-Hotels in Kroatien
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Das Vier-Sterne-Kurhotel in Stubičke Toplice wurde fast vollständig mit europäischen Fördergeldern finanziert.
In der kroatischen Ortschaft Stubičke Toplice, rund 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Zagreb, hat ein neues Vier-Sterne-Wellnesshotel eröffnet. Finanziert wurde das Großprojekt fast vollständig aus Fördertöpfen der Europäischen Union.
Das „Thermal Hotel Wrello“ kostete rund 17,4 Millionen Euro. Nach Angaben des kroatischen Wirtschaftsberichts Poslovni.hr übernimmt die EU über den Nationalen Aufbau- und Resilienzplan exakt 94,4 Prozent der gesamten Bausumme.
Luxus-Kurbetrieb mit europäischer Finanzspritze
Die Anlage ist direkt an das bestehende Spezialkrankenhaus für medizinische Rehabilitation angebunden. Der Neubau umfasst 36 Zimmer, zwei Apartments, ein Restaurant mit 100 Plätzen sowie einen überdachten Schwimm- und Spa-Komplex für den ganzjährigen Betrieb.
Klinikdirektorin Zorica Capar sprach laut Bericht von einer historischen Investition. Das Projekt kombiniere medizinische Rehabilitation mit modernem Wellness- und Gesundheitstourismus.
Fördergelder für den regionalen Tourismus
Aus dem europäischen Resilienzfonds flossen insgesamt 323 Millionen Euro in kroatische Infrastruktur- und Tourismusprojekte. Allein in der Gespanschaft Krapina-Zagorje wurden fünf Vorhaben bezuschusst.

Das kroatische Tourismusministerium betonte, dass der Neubau die Position des 2.740-Einwohner-Ortes als Ganzjahresziel für Kurgäste nachhaltig absichere.
Geberländer fordern Ende teurer Prestigeprojekte
Ob solche Projekte in Zukunft weiterhin in diesem Umfang bezuschusst werden, ist fraglich. Eine Gruppe von sechs Nettozahler-Staaten um Deutschland, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Österreich und Schweden dringt auf deutliche Kürzungen im kommenden EU-Haushaltsrahmen.
Die Initiative um Bundeskanzler Friedrich Merz fordert, den Haushaltsentwurf der EU-Kommission um mehrere hundert Milliarden Euro zu verringern. Die Prioritäten der Gemeinschaftsausgaben müssten nach Ansicht der Geberländer künftig primär auf Verteidigung, Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Migrationskontrolle liegen.
