2.300 Flüge gestrichen: Vulkan Anak Krakatau blockiert 270.000 Passagiere in Indonesien
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2.300 Flüge gestrichen: Vulkan Anak Krakatau blockiert 270.000 Passagiere in Indonesien
Der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau beeinträchtigt den Luftverkehr in Südostasien massiv. Beide internationalen Flughäfen der indonesischen Hauptstadt Jakarta, darunter das Drehkreuz Soekarno-Hatta, bleiben wegen gefährlicher Aschewolken vorerst gesperrt.
Nach Angaben des indonesischen Verkehrsministeriums sind rund 2.300 Flüge und etwa 270.000 Fluggäste von den Ausfällen und Verspätungen betroffen. Ob sechs weitere kleinere Regionalflughäfen, die am Wochenende den Betrieb einstellen mussten, wieder freigegeben werden können, bleibt vorerst offen.
Satellitenbild der Eruption des Vulkans Anak Krakatau
Aschewolken steigen bis zu 15.000 Meter auf
Während der Ferienflughafen auf Bali geöffnet bleibt, lähmt der Ascheregen den Transitknotenpunkt Jakarta vollständig. Verkehrsminister Dudy Purwagandhi erklärte, dass die Sicherheit im Luftraum oberste Priorität habe.
Wechselnde Winde in verschiedenen Höhenschichten erschweren verlässliche Prognosen zur Dauer der Beeinträchtigungen. Nach Messungen der Wetterbehörde BMKG stieg die Aschewolke auf der Java zugewandten Seite auf 6.000 Meter, während sie über Sumatra Höhen von bis zu 15.000 Metern erreichte.
Wartende Reisende nach Flugausfällen am Flughafen Soekarno-Hatta
Passagiere am geschlossenen Flughafen Soekarno-Hatta in Jakarta
Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung
Künstlicher Regen und Schutzmasken
Um die Vulkanpartikel schneller aus der Luft zu binden, planen die Behörden gezieltes Cloud Seeding zur Erzeugung künstlichen Regens. Auf diese Weise soll die Asche aus der Atmosphäre gewaschen werden.
In Bandar Lampung auf Sumatra besprühten Einsatzkräfte zentrale Verkehrswege mit Wasser, um aufgewirbelten Staub einzudämmen. Die lokale Bevölkerung wurde angewiesen, im Freien Schutzmasken zu tragen.
Aufsteigende Rauchsäule über dem Vulkangebiet
Eruptionswolke des Vulkans in Indonesien
Historischer Hintergrund des Feuerbergs
Der Anak Krakatau – übersetzt „Kind des Krakatau“ – liegt in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra. Er entstand in der Caldera des Krakatau, der 1883 bei einer der verheerendsten Eruptionen der Geschichte explodierte und mehr als 36.000 Menschen das Leben kostete.
Auch der Anak Krakatau selbst sorgte bereits für schwere Unglücke: 2018 rutschte eine Flanke des Vulkans nach einem Ausbruch ins Meer, was einen Tsunami mit über 400 Todesopfern zur Folge hatte.
Aschebelastete Region nach vulkanischer Aktivität
Auswirkungen der Vulkanasche auf die Umgebung
Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring und zählt rund 130 aktive Vulkane – mehr als jeder andere Staat der Erde.







