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2 Millionen Euro Bundeshilfe: Rettung für das geschlossene Freibad Brome beschlossen

Das geschlossene Freibad in Brome vor der geplanten Sanierung Aktuelle News

Das Freibad Brome steht vor einer umfassenden Modernisierung durch Bundesfördermittel.

Die Samtgemeinde Brome erhält eine Bundesförderung in Höhe von 2 Millionen Euro, um das derzeit geschlossene und stark sanierungsbedürftige Traditionsbad von Grund auf zu erneuern und für die Zukunft zu sichern. Diese finanzielle Unterstützung aus Berlin markiert den entscheidenden Durchbruch nach einem jahrelangen Sanierungsstau, der den Weiterbetrieb des historischen Geländes zuletzt unmöglich gemacht hatte.

Die letzte größere Sanierung der Sportstätte fand im Jahr 1976 statt – das Areal selbst wird bereits seit den 1930er Jahren als Badeanstalt genutzt. Durch die jahrzehntelange Abnutzung blieb das Freibad in dieser Saison komplett geschlossen, was die Schwimmausbildung und den regionalen Sport vor erhebliche Herausforderungen stellte.

Ein trister Anblick: Im Freibad Brome wird in diesem Sommer nicht gebadet und gespielt.
Ein trister Anblick: Im Freibad Brome wird in diesem Sommer nicht gebadet und gespielt.

Überregionale Bedeutung für Schwimmsport und Rettungsausbildung

Als einzige Schwimmsport- und Lehrschwimmstätte innerhalb der gesamten Samtgemeinde erfüllt das Freibad eine unverzichtbare Funktion. Sowohl der reguläre Schulsport als auch das Training der DLRG Brome, der Vereinssport sowie der allgemeine Breitensport hängen unmittelbar an der Infrastruktur des Bades.

Aufgrund der teils weiten Distanzen zu alternativen Schwimmbädern in benachbarten Kommunen strahlt das Freibad weit über die Gemeindegrenzen hinaus bis nach Sachsen-Anhalt aus. Es bildet das zentrale Fundament, um die Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in der ländlich geprägten Region verlässlich zu sichern.

„Das Freibad ist für die Samtgemeinde weit mehr als ein Freizeitangebot – hier geht es um Schwimmausbildung, Schulsport, Vereine und ein wichtiges Stück Lebensqualität im ländlichen Raum.“

Politischer Schulterschluss und lokales Engagement

Für die Bereitstellung der Bundesmittel setzten sich die Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil (SPD) und Alexander Jordan (CDU) über Parteigrenzen hinweg gemeinsam ein. Brome stand ursprünglich nicht auf der Förderliste des Bundes, woraufhin intensive Nachverhandlungen in Berlin den Ausschlag für den Zuschlag gaben.

Vor Ort trugen die Initiative der Freibadretter, der örtliche Freibadförderverein sowie Samtgemeindebürgermeister Wieland Bartels maßgeblich dazu bei, das Projekt auf Bundesebene zu platzieren.

„Ein solches Großprojekt gelingt nur im engen Schulterschluss vor Ort und in Berlin.“

Finanzierung und Ausblick auf das Gesamtprojekt

Ein weit verbreiteter Irrglaube bei kommunalen Infrastrukturprojekten ist die Annahme, dass ein einzelner Förderbescheid bereits alle anfallenden Baukosten vollständig abdeckt. Die zugesagten 2 Millionen Euro bilden jedoch das essenzielle Fundament der Finanzierung, während die geplanten Gesamtaufwendungen deutlich höher liegen.

Für die vollständige Umwandlung der Anlage in ein modernes Naturbad wird derzeit mit einem Gesamtvolumen von rund 6 Millionen Euro gerechnet. Die bewilligte Bundeshilfe ebnet den Weg, um die weiteren Schritte der Realisierung zügig voranzutreiben.

Projektparameter Details & Fakten
Bewilligte Bundesförderung 2 Millionen Euro
Geschätzte Gesamtkosten Rund 6 Millionen Euro (Umbau zum Naturbad)
Historische Meilensteine Betrieb seit den 1930ern, letzte Sanierung 1976
Hauptnutzer Schulen, Vereine, DLRG Brome, Breitensport

Die nächsten Schritte zur Wiedereröffnung

Um das Freibad Brome erfolgreich in ein modernes Naturbad zu transformieren, sind mehrere koordinierte Arbeitsphasen erforderlich:

  1. Prüfung der Förderauflagen: Detailabstimmung der Bundesmittel und Integration in den kommunalen Haushalt.
  2. Ausarbeitung der Fachplanung: Technische Detailkonzeption für die ökologische und energetische Sanierung.
  3. Ausschreibung und Vergabe: Durchführung der Vergabeverfahren für Bau- und Sanierungsleistungen.
  4. Bauphase: Grundlegende Modernisierung der Beckenlandschaft und der Betriebstechnik.

💡 Der Erhalt regionaler Bäder bleibt ein zentraler Pfeiler für die Schwimmsicherheit in ländlichen Regionen.

🔍 Durch den bewilligten Bundeszuschuss ist das wichtigste Etappenziel für den Neustart in Brome erreicht.

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