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2 Tote und 1 Schwerverletzter nach Schüssen in Hamburg: Drittes Opfer meldet sich in Klinik

Polizeieinsatz nach tödlichen Schüssen nahe der Hamburger Messe Aktuelle News

Polizeikräfte sicherten den Tatort auf dem Gewerbegelände an der Lagerstraße.

Nach den tödlichen Schüssen auf einem Gewerbegelände nahe der Hamburger Messe gibt es eine neue Entwicklung: Ein drittes Opfer ist aufgetaucht. Der Mann erschien in der Nacht eigenständig im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

Er wies eine Streifschussverletzung am Kopf auf und musste umgehend notoperiert werden. Die Polizei sicherte das Krankenhausgelände daraufhin umgehend ab: Einsatzkräfte mit Maschinenpistolen bewachten die Zugänge der Klinik und die Intensivstation, auf der der Verletzte liegt.

Zwei Tote auf dem Fabrikgelände an der Lagerstraße

Die Schüsse fielen am Dienstagabend kurz nach 22 Uhr in der Lagerstraße. Gäste eines nahegelegenen Bistros hörten die Detonationen und verständigten den Notruf.

Für zwei Männer kam jede Hilfe zu spät. Ein 47-Jähriger erlag seinen Verletzungen noch auf dem Parkplatz des Areals, auf dem unter anderem der Fleischgroßhandel „Delta Fleisch Hamburg“ und der Boxstall „Universum Boxing“ ansässig sind.


Einsatzkräfte und Ermittler sichern Spuren am Tatort in Hamburg.

Ein zweites, bislang noch nicht identifiziertes Opfer erlitt einen Bauchschuss. Der Mann verstarb während der Reanimationsversuche im Rettungswagen und wurde in die Rechtsmedizin überführt.

2 Tote und 1 Schwerverletzter nach Schüssen in Hamburg: Drittes Opfer meldet sich in Klinik

Großfahndung nach flüchtigem SUV

Ersten Erkenntnissen der Mordkommission zufolge kannten sich Täter und Opfer. Die genauen Hintergründe und das Motiv der Tat sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Abteilung für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft Hamburg.

Zeugen beobachteten unmittelbar nach der Tat einen dunklen, stark motorisierten SUV, der mit hoher Geschwindigkeit vom Gelände in Richtung Autobahn davonraste. Rund 30 Streifenwagen und eine Drohne waren in der Nacht an der Fahndung beteiligt, das Fluchtfahrzeug konnte jedoch entkommen.

Mögliche Verbindung in die Niederlande

Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen gerieten gezielt Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen in den Fokus. Die Beamten wurden angewiesen, besonders auf niederländische Nummernschilder zu achten.

Hintergrund ist eine Schießerei in den Niederlanden vom Dienstagmorgen, bei der ein Mann getötet worden war. Die Ermittler prüfen nun Zusammenhänge zwischen den beiden Taten.