20 Milliarden Dollar unter Verdacht: US-Ermittlungen gegen Sport-Milliardär Mark Walter
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Milliardär Mark Walter hält eine 70-Prozent-Beteiligung am Formel-1-Team von Cadillac.
US-Milliardär Mark Walter steht im Visier der amerikanischen Justiz. Die Bundesstaatsanwaltschaft untersucht derzeit Versicherungsinvestitionen in Höhe von rund 20 Milliarden US-Dollar, die mit Unternehmen des 66-Jährigen verknüpft sind. Wie das Wall Street Journal berichtet, geht es um den konkreten Verdacht des Betrugs.
Milliardenkredite zwingen zu Notverkäufen
Im Zentrum der behördlichen Ermittlungen steht die Vergabe von Krediten über 5,2 Milliarden US-Dollar bei kurzfristigen Investitionen. Der finanzielle Druck durch auslaufende Milliardenverbindlichkeiten zeigte bereits konkrete Konsequenzen in Walters Sport-Portfolio.
Nur rund ein Jahr nach dem Erwerb der Los Angeles Lakers für zehn Milliarden Dollar trennte sich der Investor von seiner Mehrheitsbeteiligung an dem traditionsreichen Basketball-Team, um kurzfristig Liquidität zu sichern. Neben den Lakers hält Walter unter anderem Anteile an der Baseball-Franchise Los Angeles Dodgers.
Ermittlungen bedrohen Formel-1-Einstieg von Cadillac
Die finanziellen Turbulenzen könnten nun auch Auswirkungen auf die Königsklasse des Motorsports haben. Walters Firmen halten eine 70-prozentige Mehrheit am Formel-1-Rennstall von Cadillac.

Das Cadillac-Team im Rahmen der Formel 1.
Drohender Eigentümerwechsel nach schwachem Saisonstart
Bislang ist nicht offiziell bestätigt, in welchem Ausmaß das Rennteam direkt von den Justizermittlungen betroffen ist. Sollte Walter gezwungen sein, weiteres Kapital freizusetzen, gilt die Veräußerung der Motorsport-Anteile als naheliegende Option.
Ein vorzeitiger Eigentümerwechsel würde das Projekt empfindlich treffen. Cadillac debütierte erst in dieser Saison in der Formel 1, fährt den etablierten Teams sportlich derzeit deutlich hinterher und steht nun zusätzlich vor einer ungewissen finanziellen Führung.

