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200.830 Ladepunkte in Deutschland: Judith Williams warnt vor Angsträumen an E-Ladesäulen

200.830 Ladepunkte in Deutschland: Judith Williams warnt vor Angsträumen an E-Ladesäulen Aktuelle News

200.830 Ladepunkte in Deutschland: Judith Williams warnt vor Angsträumen an E-Ladesäulen

Das Ladenetz für Elektrofahrzeuge in Deutschland wächst kontinuierlich. Zum 1. Januar 2026 zählte das Land 200.830 öffentliche Ladepunkte, was einem Zuwachs von mehr als 22 Prozent innerhalb eines Jahres entspricht. Trotz des Ausbaus geraten die Standorte der Ladeinfrastruktur zunehmend in die Kritik.

Unternehmerin und TV-Investorin Judith Williams schilderte nun auf Instagram eine Situation, die viele E-Autofahrende teilen. Sie fand sich mitten in der Nacht an einem verlassenen Ladeplatz wieder: „Ich habe nachts um eins wirklich Angst, hier im Nirvana.“

Verlassene Areale als Sicherheitsrisiko

Die nächste geöffnete Tankstelle lag 150 Meter entfernt. Der Weg dorthin zur Nutzung einer Toilette oder des Shops erschien Williams wie ein Gang durch eine Gefahrenzone. An der Säule selbst gab es weder Überwachungskameras noch Publikumsverkehr.

„Wenn ich hier verschleppt werden sollte, würde es ja eh keiner merken“, erklärte Williams. Neben dem Unbehagen kritisierte sie den anhaltenden Flickenteppich aus verschiedenen Bezahlmethoden und Apps an den Säulen.

Unterschied zwischen Tanken und Laden

Das Problem betrifft vor allem Frauen, die nachts allein unterwegs sind. Während ein herkömmlicher Tankvorgang nach wenigen Minuten an einer belebten, videoüberwachten Tankstelle abgeschlossen ist, dauert ein Ladevorgang oft 30 Minuten oder länger.

Viele Ladesäulen befinden sich an Standorten, die nach Geschäftsschluss komplett verwaisen:

  • Gewerbe- und Industriegebiete abseits von Wohnsiedlungen
  • Dunkle Ecken von Supermarkt-Parkplätzen
  • Menschenleere Park-and-Ride-Plätze an Bahnhöfen
  • Unbeleuchtete Parkflächen entlang von Autobahnen

Premium-Standorte als Antwort der Autohersteller

Da geeignete Flächen im innerstädtischen Raum begrenzt sind, werden neue Ladepunkte weiterhin häufig auf Randflächen ausgewiesen. Einige Hersteller reagieren bereits auf das wachsende Sicherheitsbedürfnis.

Marken wie Mercedes-Benz und Porsche errichten eigene Schnellladeparks an zentraleren Verkehrsknotenpunkten. Diese Stationen bieten eine helle Beleuchtung, Videoüberwachung sowie die Möglichkeit, Ladeplätze vorab per App verbindlich zu reservieren.