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2,14 Meter hohe Marmorfigur: Archäologen setzen antike Hadrian-Statue in Kibyra zusammen

Rekonstruierte antike Marmorstatue von Kaiser Hadrian in Kibyra Aktuelle News

Die aus Bruchstücken zusammengesetzte Statue misst über zwei Meter.

In der antiken Stadt Kibyra in der südwesttürkischen Provinz Burdur haben Archäologen einen spektakulären Fund freigelegt. Aus mehreren geborgenen Marmorfragmenten konnten Forschende die monumentale Statue des römischen Kaisers Hadrian rekonstruieren.

Das Kunstwerk misst 2,14 Meter in der Höhe und zeigt den Herrscher in voller militärischer Montur. Die Skulptur gilt als außergewöhnlich seltenes Zeugnis kaiserlicher Repräsentation in Kleinasien, da sie sich fast vollständig wieder zusammenfügen ließ.

Die zum Teil wieder zusammengesetzten Statuen im Vergleich zu einem Menschen - hier wird die Größe von über zwei Metern sichtbar.
Die zum Teil wieder zusammengesetzten antiken Statuen im Größenvergleich.

Prunkvolle Rüstung mit Löwen und Adlern

Die Statue zeichnet sich durch fein gearbeitete Reliefs auf dem Brustpanzer aus, darunter Darstellungen von Löwen und Adlern. Als Material diente hochwertiger lokaler Marmor.

Fachleute datieren das Werk auf etwa 130 nach Christus, mitten in die Regierungszeit Hadrians. Vermutlich wurde das Monument im Vorfeld eines geplanten oder erwarteten Besuchs des Kaisers in der Region errichtet.

Funde von Kaiserin Sabina und weiteren Figuren

Hadrian stand am Fundort nicht allein: Das Team stieß zudem auf Teile einer Statue seiner Gemahlin Vibia Sabina. Insgesamt sicherten die Ausgräber bislang 20 Einzelfragmente, darunter Arme, Beine und Füße verschiedener Figuren.

2,14 Meter hohe Marmorfigur: Archäologen setzen antike Hadrian-Statue in Kibyra zusammen

Die Ausgrabungen sind Teil des Projekts „Heritage to the Future“ und werden von der Mehmet-Akif-Ersoy-Universität Burdur unter Leitung des Archäologen Özüdoğru durchgeführt.

Der Ausgrabungsort von oben in der antiken Stadt Kibyra in der Türkei.
Luftaufnahme des Ausgrabungsareals in der antiken Stadt Kibyra.

Zerstörung durch ein Erdbeben im Jahr 417

Die Skulpturen überstanden die Antike nicht unbeschadet. Im Jahr 417 nach Christus zerstörte ein schweres Erdbeben Teile der Stadt, wobei die Figuren vermutlich aus großer Höhe herabstürzten und zerbrachen.

Parallel zur Restaurierung der Kaiserfiguren arbeiten die Teams am monumentalen Stadttor von Kibyra. Dort wurden bereits rund 2.500 antike Steinblöcke freigelegt, katalogisiert und gesichert. Nach Abschluss der Konservierungsarbeiten sollen die Statuen im Museum von Burdur der Öffentlichkeit präsentiert werden.