243.977 Eingriffe pro Monat: BMW rüstet Serienausstattung mit neuem Supercomputer auf
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BMW stattet künftige Modellreihen ab Werk mit erweiterten Sicherheitsassistenten aus.
BMW erweitert die serienmäßige Sicherheitsausstattung künftiger Modellreihen. Den Anfang macht der elektrische iX3 als erstes Serienmodell der „Neuen Klasse“, bevor auch der i3, der X5 und der 7er die erweiterten Assistenzsysteme ab Werk erhalten.
Wie intensiv die Sicherheitselektronik bereits im Alltag gefordert wird, belegen Zahlen aus der vernetzten europäischen BMW-Flotte: Innerhalb eines einzigen Monats legten die Fahrzeuge 1,6 Milliarden Kilometer zurück.
Dabei registrierten die Bordsysteme rund acht Millionen optische und akustische Kollisionswarnungen. In 243.977 Fällen übernahmen die Assistenzfunktionen aktiv Lenkung oder Bremse, um Unfälle zu verhindern.
Symbiotic Drive: Eingriff nur im echten Notfall
Die Softwarearchitektur firmiert unter dem Namen „BMW Symbiotic Drive“. Das System analysiert fortlaufend Lenkbewegungen sowie die Blickrichtung des Fahrers, um dessen Absichten präzise einzuschätzen.
Entwicklungsleiter Mihiar Ayoubi beschreibt die Assistenten als „stille, intelligente Begleiter im Hintergrund – unaufdringlich aber effektiv, wenn es in kritischen Situationen darauf ankommt“.
Der Spurhalteassistent schaltet sich deshalb nur dann mit Gegenlenken ein, wenn das Fahrzeug die Spur unbeabsichtigt verlässt oder ein Zusammenstoß droht. Bewusst eingeleitete Fahrmanöver blockiert die Technik nicht.

Fahrassistenzsysteme der neuen BMW-Modelle im Einsatz.
Schutz beim Aussteigen, Fahren und Parken
Zu den Kernfunktionen zählt eine weiterentwickelte Ausstiegswarnung. Seitenradare überwachen den Raum hinter dem stehenden Fahrzeug und verzögern das elektronische Entriegeln der Türen, falls sich Radfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer nähern.

Während der Fahrt greift ein Notfall-Lenkassistent ein, der Hindernissen innerhalb der Fahrspur ausweichen oder seitliche Kollisionen abwenden kann. Ergänzt wird dies durch einen Notbremsassistenten mit Ausweichunterstützung.
Sollte der Fahrer fahruntüchtig werden, übernimmt der Aufmerksamkeitsassistent kurzzeitig die Kontrolle: Das Auto stoppt kontrolliert, schaltet die Warnblinkanlage ein und setzt einen automatischen Notruf (eCall) ab. Für Rangiermanöver stehen eine hintere Notbremsfunktion, die Active Park-Distance-Control und eine Anfahrüberwachung bereit.
20-fache Rechenleistung durch Wasserkühlung
Sämtliche Assistenz-, Fahr- und Parkfunktionen laufen in einem zentralen Hochleistungsrechner zusammen, den BMW als „Superbrain of Automated Driving“ bezeichnet.
Das Steuergerät ist erstmals wassergekühlt und verfügt über etwa 20-mal mehr Rechenkapazität als das Vorgängersystem.
Die Auswertung der Fahrsituation zeigt das BMW Operating System X über die „Assisted View“ wahlweise auf dem Zentralbildschirm, im Panoramic Vision oder auf dem 3D Head-Up Display an.
