25. Jahrestag von 9/11: New York gedenkt der Opfer mit einer historischen siebten Schweigeminute
Aktuelle News
Am Ground Zero in New York verlesen Angehörige traditionell die Namen der Opfer der Anschläge.
Genau ein Vierteljahrhundert nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 steht der 25 Jahrestag 11 September Zeremonie New York im Zeichen einer besonderen Neuerung: Am Ground Zero wird das Gedenken erstmals um eine siebte Schweigeminute erweitert. Dieser zusätzliche Moment des Innehaltens widmet sich gezielt jenen Menschen, die in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten an den schweren gesundheitlichen Spätfolgen und Verletzungen des Terrors starben.
Während Angehörige am früheren Standort der Zwillingstürme stundenlang die Namen der Getöteten verlesen, unterscheidet sich das Zeremoniell in Manhattan bewusst von den politischen Auftritten an anderen Schauplätzen des Gedenkens. Am Ground Zero stehen die Opfer und ihre Hinterbliebenen im Mittelpunkt, während Spitzenpolitiker auf Reden verzichten.
Ground Zero: Der Ablauf des 25. Jahrestags in New York
Die 11 September Zeremonie in Manhattan folgt einem strengen, zutiefst bewegenden Rhythmus. Traditionell markierten bisher sechs festgelegte Schweigeminuten die exakten Zeitpunkte der Flugzeugeinschläge in die Zwillingstürme, den Einsturz der beiden Wolkenkratzer sowie die Angriffe auf das Pentagon und den Absturz von Flug 93 in Shanksville, Pennsylvania. Glockenschläge und abendliche Lichtinstallationen begleiten die Trauer in der Metropole.
Mit der Einführung der siebten Schweigeminute reagieren die Organisatoren auf die bittere Realität der vergangenen 25 Jahre: Tausende Ersthelfer, Rettungskräfte und Anwohner litten infolge der giftigen Staubwolken an schweren Atemwegserkrankungen oder Krebserkrankungen, an denen viele von ihnen in den Folgejahren verstarben.
Strikte Trennung: Keine politischen Reden am Mahnmal
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass US-Präsidenten das Mikrofon am Ground Zero für programmatische Ansprachen nutzen. Seit vielen Jahren gilt am World Trade Center das ungeschriebene Gesetz, dass aktiven Politikern keine Redebühne überlassen wird. Stattdessen vertritt US-Vizepräsident J. D. Vance die Regierung vor Ort in New York, während Angehörige die Namen verlesen.
US-Präsident Donald Trump richtete seine Ansprache stattdessen bei der parallel stattfindenden Zeremonie am Pentagon aus. Dort nutzte er die Gedenkveranstaltung zu deutlichen außenpolitischen Einordnungen.
„Wir werden niemals, niemals vergessen. Deshalb kämpfen wir heute. Wir haben keine Wahl. Es kann nur den Sieg geben.“
Die zentralen Gedenkorte im Überblick
Das landesweite Erinnern teilt sich auch am 25. Jahrestag auf die drei historischen Schauplätze auf, an denen die Ereignisse von 2001 ihren Lauf nahmen.
| Gedenkort | Zentraler Schwerpunkt |
|---|---|
| Ground Zero (New York) | Verlesen aller Opfernamen, 7 Schweigeminuten inklusive Spätfolgen-Gedenken, Verzicht auf Politikerreden |
| Pentagon (Arlington / Washington) | Militärisches und politisches Gedenken mit Ansprachen von US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth |
| Shanksville (Pennsylvania) | Erinnerung an den Absturz des vierten Flugzeugs auf freiem Feld nach dem Eingreifen der Passagiere |
Spätfolgen als fester Bestandteil des Erinnerns
Dass die gesundheitlichen Langzeitfolgen nun mit einer eigenen Schweigeminute bedacht werden, unterstreicht den Wandel der Erinnerungskultur. Über Jahrzehnte hinweg kämpften Rettungs- und Bergungsteams um offizielle Anerkennung und Unterstützung für die durch Asbest, Feinstaub und chemische Rückstände ausgelösten Leiden.
Die 11 September Zeremonie verbindet damit das unmittelbare Gedenken an die Ereignisse des Jahres 2001 mit den anhaltenden Auswirkungen, die bis in die Gegenwart reichen.
💚 Wie erlebst du die Erinnerungskultur rund um den 11. September nach 25 Jahren?
✨ Teile deine Gedanken und Erinnerungen mit uns in den Kommentaren.
📱 Diskutiere unten mit unserer Community über dieses historische Gedenken! 👇
