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3 Kinder auf 2 Grundschulen: Vater scheitert an Platzmangel nach Umzug

Mann telefoniert besorgt Aktuelle News

Nach dem Umzug begann für die fünfköpfige Familie die mühsame Suche nach freien Grundschulplätzen.

Der Wechsel von einem Dorf in eine niederländische Stadt schien für eine fünfköpfige Familie zunächst reibungslos zu verlaufen. Ein passendes Zuhause war schnell gefunden. Das böse Erwachen folgte jedoch direkt bei der Schulanmeldung.

„Uns wurde gesagt, dass unsere drei Kinder wahrscheinlich alle auf unterschiedliche Grundschulen gehen müssten“, schilderte der 42-jährige Familienvater die Situation gegenüber dem Elternportal „J/M Ouders“. Der Schock saß tief, denn die bürokratische Hürde hatte niemand kommen sehen.

Absagen und endlose Wartelisten

Ursprünglich ging der Vater davon aus, dass die Schulsuche der unkomplizierteste Teil des gesamten Umzugs sein würde. Die Realität sah völlig anders aus.

Mann telefoniert
Mann telefoniert

Zahlreiche Telefonate mit den Bildungsstätten vor Ort endeten in Frustration. Überall lautete die Rückmeldung schlichtweg: voll. Einige Einrichtungen führten Wartelisten mit Wartezeiten von über einem Jahr.

Notlösung: 15 Minuten Fahrweg zwischen den Standorten

Drei Kinder zu nahezu identischen Zeiten an drei unterschiedlichen Adressen abzuliefern, hätte die Organisation des Familienalltags gesprengt. Die Eltern weiteten den Suchradius aus und nahmen längere Anfahrtswege in Kauf.

3 Kinder auf 2 Grundschulen: Vater scheitert an Platzmangel nach Umzug

Kurz vor der finalen Frist ergab sich ein Teilerfolg: Durch den Wegzug einer anderen Familie wurden Plätze frei. Zwei der drei Kinder besuchen nun gemeinsam eine Grundschule, während das älteste Kind an einer anderen Einrichtung unterrichtet wird.

Zwischen beiden Schulgebäuden liegen etwa 15 Minuten Fahrzeit mit dem Auto. Die Familie hofft weiterhin darauf, irgendwann alle drei Geschwister an einem gemeinsamen Standort unterzubringen.

Flur in einer Grundschule
Flur in einer Grundschule

Kriterien bei der Schulwahl

Engpässe und Auswahlfragen bei Grundschulplätzen sind auch in vielen deutschen Ballungsräumen ein bekanntes Problem. Neben der reinen Wegstrecke spielen die Betreuungszeiten am Nachmittag und das pädagogische Profil der Einrichtung eine zentrale Rolle.

Möchten Eltern ihr Kind an einer Schule außerhalb des festgelegten Einzugsgebiets anmelden, verlangen die Behörden in der Regel eine schriftliche Begründung. Die Erstanmeldung muss dennoch zunächst bei der regulär zuständigen Sprengelschule erfolgen.