3-Minuten-Video sorgt für Eklat: Kabarettist Florian Schroeder attackiert „Jammer-Ossis“
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Kabarettist Florian Schroeder löst mit scharfen Aussagen über Ostdeutschland Diskussionen aus.
Der Kabarettist Florian Schroeder sorgt mit einem Instagram-Video für heftige Reaktionen. In dem fast dreiminütigen Clip mit dem Titel „Warum Jammer-Ossis nerven“ greift der 46-Jährige Teile der ostdeutschen Bevölkerung direkt an.
Eingeblendet ist dabei unter anderem der Schriftzug „Klappe halten, Jammer Ossis“. Schroeder wirft den Adressierten vor, ein zutiefst widersprüchliches Verhältnis zu Staat, Demokratie und Russland zu pflegen.
Vorwurf des „lebenden Stockholm-Syndroms“
In seiner Ansprache zeichnet Schroeder ein paradoxes Bild der Erwartungen an den Staat. Man beklage einerseits Bevormundung wie zu DDR-Zeiten, sehne sich insgeheim jedoch genau danach.
„Das Paradox ist, ihr werft dem Staat genau die Bevormundung vor, die ihr schon aus DDR-Zeiten kennt. Der Witz ist aber, ihr wollt genau diese Bevormundung. Ihr wollt gegängelt und getreten werden. Der Osten war schon immer das lebende Stockholm-Syndrom“, so der Kabarettist.
Demokratie bedeute keineswegs, dass Politiker Probleme abnehmen, während man sie gleichzeitig verachte: „Demokratie bedeutet nicht, dass die Politiker, denen man am liebsten aufs Maul hauen würde, doch bitte noch heute den roten Teppich auslegen, über den schreiten könnt.“

Widersprüchliche Forderungen an die Politik
Schroeder führt weitere Beispiele an, um die aus seiner Sicht unlogische Haltung zu verdeutlichen. Der Staat solle Meinungen vorgeben, gleichzeitig wolle jeder alles sagen dürfen.
Werde der öffentliche Nahverkehr bis in abgelegene Regionen ausgebaut, folge Empörung über eine angebliche „Zwangsbebussung“. Seine Schlussfolgerung: „Ihr müsstet euch bitte einmal entscheiden, welche Diktatur ihr jetzt genau wollt.“
Spitze gegen Putin-Sympathisanten und die AfD
Deutliche Worte findet Schroeder auch zum Umgang mit Wladimir Putin. Wer den russischen Präsidenten beklatsche, müsse die Konsequenzen tragen und sich diesem bedingungslos an den Hals werfen.
Putin wolle zurück ins Jahr 1990 – ähnlich wie Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt. Hätte Putin 1989 die sowjetischen Truppen befehligt, stünden laut Schroeder noch heute Hunderttausende russische Soldaten in Ostdeutschland.
