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30 Dollar pro Stunde: Humanoider Roboter putzt Wohnung in San Francisco per Fernsteuerung

Humanoider Roboter im Haushaltseinsatz Aktuelle News

Humanoide Roboter werden zunehmend für alltägliche Aufgaben im Haushalt getestet.

In San Francisco hat Gianna Capezio ihren Haushalt testweise an eine Maschine übergeben. Ein humanoider Roboter des Start-ups Tau Robotics übernahm für eine Stunde Routineaufgaben wie Staubsaugen und das Reinigen des Badezimmers.

Ein Video der Aktion erregte im Netz großes Aufsehen. Vollständig autonom agierte das Gerät dabei allerdings noch nicht.

Fernsteuerung statt voller Autonomie

Die Maschine reinigte die Wohnung nicht eigenständig. Ein geschulter Mitarbeiter steuerte den Roboter in Echtzeit über eine Videoübertragung aus der Firmenzentrale, während ein KI-System unterstützend eingriff.

Tau Robotics nutzt die Einsätze, um unter realen Wohnbedingungen Trainingsdaten für künftige Modelle zu sammeln. Kunden zahlen für den Service 30 US-Dollar pro Stunde (rund 26 Euro) und müssen während der gesamten Reinigung vor Ort bleiben.

Der globale Markt für humanoide Roboter befindet sich laut einer Analyse von Fortune Business Insights in einer Phase exponentiellen Wachstums (Symbolbild).
Der weltweite Markt für humanoide Roboter befindet sich in einer Wachstumsphase.

Datenschutzfragen und Praxistauglichkeit

Die permanente visuelle Erfassung der Wohnräume wirft Datenschutzfragen auf. Kameras am Kopf und an den Handgelenken des Roboters übertragen die Umgebung durchgehend an den Betreiber, der das Bildmaterial für das KI-Training speichert. Die Mikrofone bleiben laut Unternehmen abgeschaltet.

30 Dollar pro Stunde: Humanoider Roboter putzt Wohnung in San Francisco per Fernsteuerung

Gründlich, aber langsamer als der Mensch

Capezio bewertete das Reinigungsergebnis als gründlich. Sie stellte jedoch klar, dass die Maschine Aufgaben spürbar langsamer erledigte als eine menschliche Reinigungskraft.

Trotz des immensen Marktpotenzials der humanoiden Roboter schränken hohe Produktionskosten sowie ungelöste Datenschutz- und Sicherheitsprobleme die Serienfertigung vorerst ein (Symbolbild).
Produktionskosten und Datenschutzbedenken bremsen den breiten Marktstart humanoider Roboter.

Marktwachstum bis 2034 prognostiziert

Analysen deuten auf eine starke Expansion der Technologie hin. Nach Erhebungen von Fortune Business Insights soll das Marktvolumen für humanoide Roboter von rund 6,24 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 165,13 Milliarden US-Dollar im Jahr 2034 anwachsen.

Als Haupttreiber gelten sinkende Komponentenpreise, verbesserte Algorithmen sowie der wachsende Personalmangel in Bereichen wie Pflege, Logistik und industrieller Fertigung.