30 Jahre nach erstem Monza-Triumph: Ferrari ehrt Michael Schumacher mit historischer Lackierung
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30 Jahre nach erstem Monza-Triumph: Ferrari ehrt Michael Schumacher mit historischer Lackierung
Genau 10.955 Tage nach dem ersten Monza-Sieg von Michael Schumacher erinnert Ferrari beim Großen Preis von Italien an den Beginn einer Ära. Am 8. September 1996 triumphierte der damals 27-jährige Deutsche erstmals im roten Rennwagen vor den Tifosi.
Zum 30. Jubiläum treten Lewis Hamilton und Charles Leclerc mit der Farbgebung des damaligen F310 an. Die Scuderia bringt das klassische Rot zurück auf die Traditionsstrecke im königlichen Park.
Lewis Hamilton mit der Monza-Speziallackierung im klassischen Ferrari-Rot.
Piero Ferrari würdigt Schumachers Arbeitsweise
Schumacher holte für die Scuderia fünf Weltmeisterschaften in Folge und veränderte die Abläufe im Werk in Maranello grundlegend. Gründer-Sohn Piero Ferrari erinnert sich an die Detailarbeit des Rekordchampions.
„Er nahm die Telemetriedaten mit nach Hause, um jedes Detail seines Fahrens zu untersuchen“, so Piero Ferrari. Schumacher habe exakt verstehen wollen, an welchen Stellen der Rennstrecke er den entscheidenden Zeitgewinn herausholen konnte.
Diese akribische Selbstanalyse sei eines der wichtigsten Vermächtnisse, die Schumacher dem Rennstall hinterlassen habe. Der Deutsche lebt seit seinem Skiunfall im Jahr 2013 abgeschirmt von der Öffentlichkeit in medizinischer Betreuung.
Ferrari präsentiert die beiden Lackierungen in der Boxengasse von Monza im direkten Vergleich.
Der Druck auf Hamilton und die Gegenwart
Seit dem WM-Gewinn von Kimi Räikkönen in der Saison 2007 wartet Ferrari auf einen Fahrertitel. Hamilton, der mit sieben Titeln mit Schumacher gleichauf liegt, erlebte nach seinem Wechsel zu den Roten zunächst ein schwieriges Jahr 2025 ohne Siege.
In der laufenden Saison feierte Hamilton einen Grand-Prix-Sieg in Spanien. Im Gesamtklassement belegt der Brite mit 183 Punkten Rang zwei, liegt jedoch 59 Zähler hinter Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli, der die Tabelle mit 242 Punkten anführt.
Schwierige Ausgangslage für das Rennen
Für den Heim-Grand-Prix spendierte Ferrari eine Motorenüberarbeitung mit rund 15 zusätzlichen PS. Die erhoffte Pole-Position blieb im Qualifying dennoch aus.
Die erste Startposition sicherte sich überraschend Pierre Gasly. Charles Leclerc startet von Rang vier, Teamkollege Hamilton geht direkt dahinter von Startplatz fünf in den Grand Prix.


