30 Stunden Einsatz für 3.000 Tiere: Auf Syros wohnen Katzenhelfer gratis
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30 Stunden Einsatz für 3.000 Tiere: Auf Syros wohnen Katzenhelfer gratis
Kostenlose Unterkunft auf einer griechischen Insel im Gegenzug für Tierschutzarbeit: Die gemeinnützige Organisation „Syros Cats“ vergibt Plätze für Freiwillige auf der Kykladeninsel Syros. Gesucht werden Helfer für den Zeitraum von Januar bis Juni 2027.
Der Andrang auf die Stellen ist erfahrungsgemäß hoch. Bewerber müssen mindestens einen Monat bleiben und sollten idealerweise über 25 Jahre alt sein.
Kost und Logis gegen 30 Wochenstunden
Freiwillige erhalten für ihren Einsatz ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft, Frühstück sowie die Übernahme aller Nebenkosten. Als Gegenleistung arbeiten sie 30 Stunden pro Woche, aufgeteilt auf fünf Tage mit jeweils rund sechs Arbeitsstunden.
Der Einsatz verlangt vollen Körpereinsatz. Neben der Fütterung fallen hygienisch anspruchsvolle Tätigkeiten wie Wundversorgung und das Reinigen von Katzentoiletten an. Um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern, muss jedes Tier strikt getrennt versorgt werden.
Syros ist eine griechische Insel der Kykladen. Die Anreise erfolgt in der Regel per Fähre vom griechischen Festland oder mit dem Flugzeug über Athen.
Anforderungen an die Helfer
Freiwillige müssen 15-Kilogramm-Futtersäcke schleppen, enge Boxen säubern und bei jedem Wetter über Treppen und unwegsames Gelände laufen. Wer das Fahrzeug der Organisation auf den engen, kurvigen Straßen steuern soll, benötigt zudem einen Führerschein für Schaltwagen.
Fristen und Formalitäten
- Bewerbungsschluss: Anträge für das erste Halbjahr 2027 werden bis zum 30. September 2026 um 23:59 Uhr (GMT+3) entgegengenommen.
- Bewerbungsgebühr: Mit dem Antrag wird eine Spende von zehn Euro fällig, die zweckgebunden in das Kastrationsprogramm (TNR) der Insel fließt.
- Versicherung: Helfer arbeiten auf eigenes Risiko und müssen eigenständig eine Auslands- und Krankenversicherung abschließen, die körperliche Einsätze abdeckt.
Rund 3.000 Straßenkatzen auf der Insel
Schätzungen zufolge leben etwa 3.000 herrenlose Katzen auf Syros. Sie halten sich vor allem an Müllplätzen, verlassenen Gebäuden und auf Brachflächen auf. Viele Tiere leiden unter Parasitenbefall oder Unterernährung.
Da es an behördlichen Auffangstationen und festem Fachpersonal fehlt, fangen die ehrenamtlichen Helfer die Versorgungslücke vor Ort auf.

