40 Billionen Dollar US-Schulden: Warum Frankreichs Staatsfinanzen jetzt wackeln
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Die Renditen französischer Staatsanleihen erreichen ein Mehrjahreshoch.
Die Verschuldung der USA hat die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich der Schuldenberg damit verdoppelt. Allein im laufenden Fiskaljahr stieg der Zinsaufwand Washingtons im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent.
Dieser massive Kapitalbedarf trifft an den Finanzmärkten auf ein spürbar schrumpfendes Angebot. Die Renditen langlaufender US-Papiere klettern daher auf Niveaus, die Anleger seit Jahren nicht mehr gesehen haben.
Großinvestoren ziehen sich vom US-Markt zurück
Mehrere bisherige Hauptkäufer von US-Papieren drosseln ihr Engagement gleichzeitig. Anleihenexperte Mohamed El-Erian verweist gegenüber dem „Handelsblatt“ auf drei zentrale Akteure:
- China reduziert Bestände aus geopolitischen Gründen.
- Japan stößt US-Bonds ab, um den schwächelnden Yen zu stützen.
- Golfstaaten binden ihr Kapital zunehmend für eigene Infrastruktur- und Finanzprojekte im Inland.
Dieser weltweite Nachfragerückgang zwingt die Zinsen nach oben. Die Entwicklung droht sich zu einem dauerhaften Trend zu verfestigen.
Weltweiter Domino-Effekt belastet Europa
Da Anleger für US-Papiere hohe Zinsen verlangen, müssen auch andere Staaten nachziehen, um überhaupt noch Käufer zu finden. Die globalen Kapitalströme hängen direkt am Geschehen in Washington.

Zehnjährige französische Staatsanleihen im Zinstrend
El-Erian stuft neben Japan und Großbritannien vor allem Frankreich als besonders verwundbar ein. Paris zahlt für zehnjährige Staatsanleihen mittlerweile so hohe Renditen wie seit der globalen Finanzkrise nicht mehr.
Strukturelle Schwächen in Paris
Frankreichs Staatsverschuldung kletterte 2025 auf 115,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), bei einem Haushaltsdefizit von 5,1 Prozent. Eine parlamentarische Blockade durch drei nahezu gleich große Lager verhindert notwendige Sparmaßnahmen und Reformen.
Zusätzliche Unsicherheit bringen die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen, bei denen Marine Le Pen vom Rassemblement National aussichtsreich im Rennen liegt. Zwar besitzt die Europäische Zentralbank Instrumente für gezielte Anleihenkäufe, solche Notfallmaßnahmen bergen jedoch erhebliche Risiken für die Geldentwertung und den Außenwert des Euro.

