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415 Schulwegunfälle in Baden-Württemberg: Zahl der Schwerverletzten steigt um 23 Prozent

Schulkinder auf dem Weg zur Schule im Straßenverkehr Aktuelle News

Auf den Schulwegen in Baden-Württemberg kam es zuletzt zu deutlich mehr Unfällen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle auf dem Schulweg ist in Baden-Württemberg spürbar gestiegen. Das Innenministerium verzeichnete im vergangenen Jahr insgesamt 415 Unfälle, an denen Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Unterricht oder nach Hause beteiligt waren.

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 9,8 Prozent beziehungsweise 37 Fälle. Ein Mädchen kam bei einem der Unfälle ums Leben.

Deutlicher Zuwachs bei schweren Verletzungen

Besonders die Zahl der schweren Unfallfolgen hat zugenommen. 43 Kinder und Jugendliche erlitten schwere Verletzungen – ein Zuwachs von rund 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Weitere 382 Schüler wurden leicht verletzt.

In der Statistik des Ministeriums werden Unfälle von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 17 Jahren erfasst, die als aktive Teilnehmer am Straßenverkehr auf dem Schulweg verunglücken.

415 Schulwegunfälle in Baden-Württemberg: Zahl der Schwerverletzten steigt um 23 Prozent

Gefahrenpotenzial für jüngere Verkehrsteilnehmer

Innenminister Manuel Hagel (CDU) wies anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen zum Schuljahresbeginn auf das besondere Risiko für Kinder hin. Jüngere Verkehrsteilnehmer könnten Geschwindigkeiten und Abstände im Verkehr oft noch nicht zuverlässig einschätzen.

Zudem werden sie aufgrund ihrer geringeren Körpergröße von Autofahrern leichter übersehen. Bereits kurze Unaufmerksamkeiten führten daher schnell zu folgenschweren Kollisionen.

Landesweite Kontrollen angelaufen

Um das Unfallrisiko zu senken, setzen Polizei und Kommunen auf das Programm „Sicherer Schulweg“. Die Behörden verstärken dabei die Verkehrsüberwachung direkt vor Schulen und intensivieren präventive Aktionen im Unterricht.