44,5 Prozent in Sachsen-Anhalt: AfD holt Rekordergebnis, CDU stürzt auf 18,5 Prozent ab
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Ulrich Siegmund führte die AfD in Sachsen-Anhalt zu einem historischen Wahlsieg.
Die AfD hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen historischen Sieg errungen. Laut aktuellen ARD-Prognosen erreicht die Partei unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund 44,5 Prozent der Stimmen. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 24 Prozentpunkten gegenüber 2021.
Für die bisher regierende CDU bedeutet der Wahlausgang ein Debakel. Die Partei stürzt von 37,1 Prozent im Jahr 2021 auf nunmehr 18,5 Prozent ab und halbiert ihren Stimmenanteil nahezu. Es ist das historisch schlechteste Abschneiden der Christdemokraten in Sachsen-Anhalt seit 1990.
Die Stimmenanteile im Überblick
Hinter den beiden stärksten Kräften sichert sich die Linke mit 9,5 Prozent den dritten Platz. Die Grünen kommen auf 9 Prozent, während die SPD 8 Prozent der Stimmen erzielt.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) steht mit rund 5 Prozent an der Schwelle zum Einzug in das Magdeburger Parlament. Das definitive Überschreiten der Sperrklausel wird über die genaue Sitzverteilung entscheiden.
Schwierige Mehrheitsverhältnisse im Landtag
Die Suche nach einer regierungsfähigen Koalition stellt das Parlament vor beispiellose Herausforderungen. Ohne die AfD ist eine Mehrheit nach diesen Zahlen kaum darstellbar, eine Kooperation lehnen die anderen Fraktionen jedoch ab.
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann bezeichnete das Abschneiden in der ARD als „sehr schweres Ergebnis“. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss sie erneut kategorisch aus.
BSW als Faktor für künftige Koalitionen
Ulrich Siegmund zeigte sich nach Veröffentlichung der Prognosen offen für Verhandlungen, stellte aber klar: „Mit mir wird es kein Verbiegen für eine Machtoption geben.“
Sollte das BSW den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde verpassen, verändern sich die Mehrheitsverhältnisse im Landtag erneut zugunsten der stärksten Fraktion.
