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450.000 Euro gefordert: Investor verliert Rechtsstreit um finnische Militärinseln

Finnische Soldaten bei einer Militärübung Aktuelle News

Finnische Soldaten während einer militärischen Übung.

Ein millionenschwerer Rechtsstreit um die Nutzung zweier finnischer Inseln ist für ein Tourismusunternehmen teuer geendet. Die Firma forderte mehr als 450.000 Euro vom finnischen Staat für die militärische Nutzung von Wegen und Anlegern. Am Ende wiesen die Gerichte die Klage vollständig ab.

Statt der erhofften Summe muss das Unternehmen Kotkan saaret nun die Prozesskosten des Staates in Höhe von über 38.000 Euro tragen. Über den Fall berichtete der öffentlich-rechtliche finnische Sender Yle.

Vom Militärstützpunkt zum Privatbesitz

Die Inseln Rankki und Kirkonmaa vor der finnischen Küste dienten jahrzehntelang militärischen Zwecken. Auf Rankki endete die Ausbildung von Rekruten 2006, auf Kirkonmaa wurde das Küstenbataillon 2013 aufgelöst.

Im Jahr 2015 verkaufte der finnische Staat die Kasernen und Areale für rund 700.000 Euro an Kotkan saaret. Der Investor plante, das Areal für Tourismus und Vermietungen zu erschließen.

Finnische Soldaten Militärübung
Finnische Soldaten Militärübung

Nach dem Verkauf mietete die staatliche Liegenschaftsverwaltung Puolustuskiinteistöt Teile von Rankki für 3.000 Euro Jahresmiete an. Gleichzeitig vereinbarten beide Parteien, dass das Militär bestehende Anleger und Straßen nutzen dürfe, während die Kostenregelung vertagt wurde.

Streit um die Nutzungskosten für Anleger und Straßen

Eine spätere Einigung über die Infrastrukturkosten scheiterte dauerhaft. Im Dezember 2024 reichte das Unternehmen Klage gegen die staatliche Immobiliengesellschaft ein und verlangte für den Zeitraum von 2015 bis 2024 rückwirkend mehr als 450.000 Euro.

450.000 Euro gefordert: Investor verliert Rechtsstreit um finnische Militärinseln

Forderungen nach Hafentarifen

Das Unternehmen veranschlagte für die Nutzung des Straßennetzes und des Anlegers auf Rankki 2.800 Euro pro Monat. Für den Schiffsanleger auf Kirkonmaa forderte die Firma weitere 750 Euro monatlich.

Die Kläger argumentierten, dass sich die Entschädigungshöhe an den üblichen Tarifen kommerzieller Häfen orientieren müsse.

Gericht sieht keinen nachgewiesenen Schaden

Das Bezirksgericht Kymenlaakso wies die Forderung im März 2026 zurück. Die Begründung: Die Firma erbringe an den Anlegestellen keine Hafendienstleistungen und betreibe keinen regulären Hafenbetrieb.

Zudem konnte der Eigentümer keinen konkreten finanziellen Schaden durch die Nutzung der Streitkräfte belegen. Das Berufungsgericht Ostfinnland lehnte die Berufung am 26. August 2026 endgültig ab.