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5.000 IE täglich: US-Studie verbindet hohe Vitamin-D-Dosis mit 13 Prozent besseren Gedächtniswerten

Eine Kapsel Vitamin D neben einem Glas Wasser auf einem Tisch Aktuelle News

Eine Studie der Emory University untersuchte den Zusammenhang zwischen hohen Vitamin-D-Dosen und geistiger Leistungsfähigkeit.

Eine Untersuchung der Emory University liefert neue Hinweise auf den Einfluss von Vitamin D auf das Gehirn. Bei älteren Erwachsenen mit leichten kognitiven Einschränkungen und Schlafstörungen führte eine hohe Tagesdosis zu messbar besseren Ergebnissen bei Denk- und Gedächtnistests.

Bessere Denkleistung ab 5.000 Internationalen Einheiten

Für die im Fachjournal Sleep Medicine erschienene Untersuchung wertete das Forschungsteam Daten von 54 Personen mit einem Durchschnittsalter von 67,2 Jahren aus. Alle Teilnehmenden litten an Schlafproblemen sowie einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI) – einer Vorstufe von Demenzerkrankungen, bei der geistige Fähigkeiten spürbar nachlassen.

Probanden, die täglich mindestens 5.000 Internationale Einheiten (IE) beziehungsweise 125 Mikrogramm Vitamin D einnahmen, schnitten im sogenannten Montreal Cognitive Assessment (MoCA) um mehr als 13 Prozent besser ab als Personen ohne Einnahme. Dieser Unterschied blieb auch nach der statistischen Bereinigung um Faktoren wie Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index und Bildungsstand stabil.

Niedrigere Dosierungen zeigten keinen messbaren Vorteil. Auch zwischen den Verabreichungsformen Vitamin D2 und Vitamin D3 stellten die Forscher keine Leistungsunterschiede fest.

Was der MoCA-Test erfasst

Der Montreal Cognitive Assessment ist ein standardisiertes medizinisches Testverfahren zur Früherkennung kognitiver Defizite. Die Aufgaben prüfen gezielt Funktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Orientierung und Sprachvermögen.

5.000 IE täglich: US-Studie verbindet hohe Vitamin-D-Dosis mit 13 Prozent besseren Gedächtniswerten

Kein Beleg für Schutz vor Demenzerkrankungen

Die Autoren betonen, dass die Daten keinen ursächlichen Schutz vor Alzheimer oder anderen Demenzformen beweisen. Da es sich um eine reine Beobachtungsstudie mit kleiner Teilnehmerzahl handelt, lassen sich die Resultate nicht verallgemeinern oder direkt auf gesunde Erwachsene übertragen.

Studienleiterin Victoria Pak verweist dennoch auf das Potenzial früher Interventionen. Die Phase leichter kognitiver Einbußen in Kombination mit Schlafstörungen stelle ein kritisches Zeitfenster dar, in dem therapeutische Maßnahmen die Gehirngesundheit womöglich noch wirksam stabilisieren können.

Einnahme übersteigt Richtwerte deutlich

Die in der Untersuchung analysierte Dosis liegt weit über den allgemeinen Ernährungsempfehlungen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt für Erwachsene einen Referenzwert von 800 IE (20 Mikrogramm) pro Tag, falls der Körper das Vitamin nicht selbst über Sonnenlicht bilden kann.

Aus den Ergebnissen leitet sich keine pauschale Empfehlung für eine hochdosierte Selbstmedikation mit 5.000 IE ab. Eine gezielte Supplementierung in solchen Mengen erfordert eine vorherige ärztliche Abklärung der individuellen Blutwerte.