5.000 neue Pick-ups für die Front: Ukraine spart durch Großausschreibung 38,5 Millionen Euro
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5.000 neue Pick-ups für die Front: Ukraine spart durch Großausschreibung 38,5 Millionen Euro
Das ukrainische Verteidigungsministerium hat die Beschaffung von 5.000 fabrikneuen Pick-ups für die Streitkräfte abgeschlossen. Durch das offene Vergabeverfahren über das staatliche System Prozorro sparte das Land mehr als zwei Milliarden Hrywnja ein – umgerechnet rund 38,5 Millionen Euro.
Nach Angaben der staatlichen Beschaffungsagentur DOT (State Operator for Non-Lethal Acquisition) ist das gesamte Auftragsvolumen inzwischen vertraglich gebunden. Erste Fahrzeugkontingente sind bereits an Fronteinheiten übergeben worden.
Sechs Lieferanten teilen sich den Großauftrag
Um das Ausfallrisiko zu minimieren und Lieferengpässe zu vermeiden, wurde die Großausschreibung in mehrere Tranchen aufgeteilt. Insgesamt sechs ausgewählte Unternehmen teilen sich den Auftrag zur Lieferung der 5.000 Fahrzeuge.
Alle gelieferten Geländewagen verfügen über Allradantrieb, Dieselmotoren und eine offizielle Herstellergarantie. Vor der Freigabe überprüfte die Agentur die technische Tauglichkeit der Modelle für den Einsatz unter harten Frontbedingungen.
Ukrainische Soldaten an der Front in der Ukraine.
Vielseitiger Einsatz an vorderster Linie
Die im Mai 2026 gestartete Beschaffungsinitiative deckt ein breites Einsatzspektrum ab. Die Fahrzeuge dienen dem Transport von Truppen und Nachschub, der Evakuierung Verwundeter sowie schnellen Truppenverlegungen.
Zudem nutzen Einsatzteams für unbemannte Systeme die mobilen Plattformen, um Drohnen im Gelände flexibel und schnell zu verlegen.
Staatliche Struktur löst Freiwilligennetzwerke ab
Bislang hing die Versorgung mit geländegängigen Nutzfahrzeugen stark von Spendenkampagnen, Freiwilligen und den privaten Mitteln der Soldaten ab, wie der stellvertretende Verteidigungsminister Mstyslav Banik betonte. Der aktuelle Vertrag markiert die bislang größte zentral gesteuerte Beschaffung von Pick-ups in der Geschichte der ukrainischen Streitkräfte.
Die eingesparten 38,5 Millionen Euro fließen direkt in andere Ausrüstungsvorhaben der Armee. Bereits 2025 erzielte die Beschaffungsagentur bei Ausrüstungsgütern außerhalb des direkten Waffenbedarfs Einsparungen von rund 362 Millionen US-Dollar, was etwa 15 Prozent unter den veranschlagten Budgets lag.
Das Vergabemodell wird schrittweise auf weitere Segmente ausgeweitet. Künftig sollen unter anderem auch FPV-Drohnen sowie Mittel- und Langstreckendrohnen über reguläre Wettbewerbsausschreibungen für die Truppe beschafft werden.

