50-Euro-Schein am Scheibenwischer: Neue Diebstahl-Masche auf Parkplätzen in Italien
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50-Euro-Schein am Scheibenwischer: Neue Diebstahl-Masche auf Parkplätzen in Italien
Ein vermeintlicher Bargeldfund an der Windschutzscheibe entpuppt sich in Italien derzeit für viele Autofahrer als teure Falle. Kriminelle nutzen dort präparierte Geldscheine, um Fahrer blitzschnell aus ihren Fahrzeugen zu locken und Wertsachen oder gleich das gesamte Auto zu stehlen.
Nach Informationen des italienischen Fachportals „alVolante“ schlagen die Täter vor allem auf stark frequentierten Parkplätzen zu. Besonders betroffen sind Parkflächen vor Einkaufszentren, Supermärkten und bekannten Tourismuszielen.
So läuft der Diebstahl am Scheibenwischer ab
Die Kriminellen klemmen eine gefälschte 50-Euro-Banknote unter den Scheibenwischer des Wagens, während dieser geparkt ist. Sobald der Fahrer zurückkehrt, verstaut er üblicherweise Taschen, Smartphone oder Geldbörse im Innenraum und startet den Motor.
Erst beim Blick in die Spiegel fällt der Schein auf der Scheibe auf. Steigt der Fahrer daraufhin spontan aus, um das Geld zu nehmen – oft bei laufendem Motor und geöffneter Fahrertür –, greifen die Diebe zu.
Ein Komplize nutzt die Sekunden der Unachtsamkeit, reißt die Beifahrertür auf und entwendet die Wertsachen. In schwereren Fällen setzen sich die Täter direkt ans Steuer und fahren mit dem fremden Fahrzeug davon.
Schutzmaßnahmen gegen die Masche
Wer einen Gegenstand an der Windschutzscheibe bemerkt, sollte keinesfalls sofort bei laufendem Motor anhalten oder aussteigen. Experten raten dazu, zunächst loszufahren und einen gut beleuchteten, sicheren Ort anzusteuern.
Erst dort sollte der Motor abgestellt, der Schlüssel abgezogen und das Fahrzeug vor dem Aussteigen komplett verriegelt werden.
Weitere Ablenkungstricks im Umlauf
Kriminelle setzen neben dem 50-Euro-Köder auf weitere Methoden, um Autofahrer zum vorzeitigen Aussteigen zu bewegen:
- Die Plastikflasche im Radkasten: Eine am Reifen eingeklemmte Flasche erzeugt beim Anfahren laute Schleifgeräusche. Hält der Fahrer an, um den Schaden zu prüfen, schlagen Komplizen zu.
- Der Zetteltrick nach Parkschaden: Nach einem manipulierten Kratzer oder beschädigten Außenspiegel hinterlassen Täter eine Handynummer. Wer anruft, erhält häufig dubiose WhatsApp-Links, die Passwörter und persönliche Daten abfangen sollen.
