50 Kilometer Geisterfahrt auf der A1: Deutsche unter Drogen löst Großeinsatz in Italien aus
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50 Kilometer Geisterfahrt auf der A1: Deutsche unter Drogen löst Großeinsatz in Italien aus
Eine 32-jährige Autofahrerin aus Deutschland hat auf der wichtigsten Nord-Süd-Achse Italiens einen Großeinsatz ausgelöst. Die Frau war auf der Autobahn 1 rund 50 Kilometer lang in den Gegenverkehr gesteuert und ignorierte sämtliche Versuche der Polizei, sie zu stoppen.
Gefährliche Wende am Citerna-Pass
Der Vorfall ereignete sich bereits am 20. August, wurde jedoch erst jetzt durch Berichte der italienischen Nachrichtenagentur Ansa bekannt. Die Frau war zunächst regulär in einem weißen Minivan auf der A1 unterwegs, die Mailand mit Rom und Neapel verbindet.
Am toskanischen Citerna-Pass wendete die Fahrerin ihren Wagen unvermittelt auf der Fahrbahn. Anschließend steuerte sie das Fahrzeug entgegen der Fahrtrichtung durch mehrere Tunnel, während dichter Urlaubsverkehr herrschte. Bei der Polizei gingen binnen kürzester Zeit Dutzende Notrufe ein.
Fluchtmanöver an der Mautstelle
Die alarmierten Einsatzkräfte sperrten den Autobahnabschnitt zwischen Roncobilaccio und Barberino di Mugello ab, um Unfälle zu verhindern. Anhalteaufforderungen der Streifenwagen ignorierte die 32-Jährige jedoch vollständig.
An der Mautstelle Barberino gelang es ihr zunächst, die Kontrollstelle zu umfahren, indem sie über alle vier Fahrspuren wendete. Sie setzte ihre Flucht in Richtung Bologna fort und drehte wenig später erneut um.
Stopp nach 40 Minuten Verfolgungsjagd
Erst nach rund 40 Minuten gelang es mehreren Polizeifahrzeugen, den Minivan endgültig zu blockieren. Bei der Festnahme wirkte die Fahrerin extrem aufgeregt.
Ein im Krankenhaus durchgeführter Drogentest wies den Konsum von Cannabis nach. Die italienischen Behörden stellten den Führerschein sowie das Fahrzeug sicher und leiteten Ermittlungsverfahren wegen mehrerer schwerer Verkehrsdelikte ein.
