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50 Stimmen vor den Wahlen: Was Bürger, Bürgermeister und Prominente jetzt fordern

50 Stimmen vor den Wahlen: Was Bürger, Bürgermeister und Prominente jetzt fordern Aktuelle News

50 Stimmen vor den Wahlen: Was Bürger, Bürgermeister und Prominente jetzt fordern

Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wächst der Druck auf die Politik. Die Stimmung vielerorts ist angespannt, der Frust über behördliche Hürden groß.

Ein Team um Jan N. Lorenzen, Emma Mack und David Holland reiste mit einem mobilen Studio durch den Osten Deutschlands. Für die Dokumentation befragten sie 50 Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft zu ihren Erfahrungen mit Staat und Verwaltung.

Franziska van Almsick in der Doku
Franziska van Almsick in der Doku

Prominente Stimmen und Stimmen aus der Praxis

Zu den Befragten gehören bekannte Persönlichkeiten wie die frühere Schwimmerin Franziska van Almsick, der Gewerkschafter Claus Weselsky und der Schauspieler Martin Brambach. Neben ihnen kommen Landräte, Klinikchefs, Schulleiterinnen, Bauern und engagierte Bürger zu Wort.

Im Zentrum der Kritik stehen überbordende Bürokratie, undurchsichtige Entscheidungswege und Zuständigkeitsgerangel. Viele der Gesprächspartner berichten, dass ihr Einsatz für die eigene Gemeinde durch bürokratische Auflagen blockiert wird.

Land unter Druck
Land unter Druck

Kommunalpolitiker schlagen Alarm

Kommunale Vertreter benennen die Hürden deutlich. Ariane Berger, Hauptgeschäftsführerin des Landkreistages Sachsen-Anhalt, kritisiert ein Dickicht an Vorschriften, in dem kaum noch Orientierung möglich sei.

Fehlendes Vertrauen und blockierte Bürgerbeteiligung

Der frühere Bezirksbürgermeister von Berlin-Pankow, Sören Benn, bemängelt das Fehlen echter Bürgerbeteiligung im System. Mandy Schumacher, Bürgermeisterin von Gardelegen, vermisst vor allem eine Kultur des Vertrauens zwischen den Ebenen.

  • Jörg Neumann (Bürgermeister in Dabel): Kritisierte die Kluft zwischen dem Anspruch kommunaler Selbstverwaltung und der realen Machtlosigkeit vor Ort.
  • Dirk Neubauer (ehemaliger Landrat in Mittelsachsen): Sieht das Land politisch in einer Schieflage.
  • Martin Brambach (Schauspieler): Hofft trotz des Frustes auf eine langfristige Erneuerung der demokratischen Strukturen.

Als zentrale Forderungen nennen die Befragten einen spürbaren Bürokratieabbau, transparente Entscheidungen und mehr Handlungsspielraum für Städte und Gemeinden.