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6.838 Teile für 650 Euro: Das taugt das riesige Lego-Pokémon-Diorama im Praxistest

Lego Pokémon Kanto Starter Diorama mit Glurak Turtok und Bisaflor Aktuelle News

Das 6.838 Teile schwere Lego-Pokémon-Diorama vereint Glurak, Turtok und Bisaflor in einem 650 Euro teuren Sammlermodell.

Ein über acht Kilogramm schweres Bauset auf dem Schreibtisch, 6.838 Klemmbausteine und ein Preisschild von 649,99 Euro: Mit dem offiziellen Kanto-Starter-Diorama markiert Lego das 30. Jubiläum der Pokémon-Reihe. Das Modell richtet sich mit seiner „18+“-Kennzeichnung gezielt an erwachsene Sammler, die mit den ersten Editionen auf dem Game Boy aufgewachsen sind.

Neben dem Flaggschiff startete die Reihe mit einem Evoli für 60 Euro und einem Pikachu samt Pokéball für 200 Euro. Preislich zieht das dreiteilige Starter-Set mit Schwergewichten wie dem Millennium Falcon (UVP 850 Euro) und Schloss Hogwarts (470 Euro) gleich.

Unsere Katze hat sich mit dem 8 Kilo schweren und überraschend stabilen Kanto-Starter-Diorama angefreundet.
Eine Katze liegt neben dem fertig aufgebauten, stabilen Kanto-Starter-Diorama auf einem Regal.

Nostalgie für Erwachsene: Der Aufbau im Detail

Das 8,4 Kilo schwere Gesamtpaket ist im Inneren in drei separate Boxen unterteilt. Jedes Pokémon – Glurak, Turtok und Bisaflor – verfügt über ein eigenes Anleitungsbuch und eine eigenständige Habitat-Basis.

Dadurch lässt sich der Aufbau flexibel über mehrere Wochen verteilen. Der dänische Spielwarenhersteller bedient damit seine seit 2020 forcierte „Adults Welcome“-Strategie für kaufkräftige Erwachsene, deren Marktanteil laut Konzernangaben stetig wächst.

Der Aufbau von den Lego-Pokémon, hier Turtok, erfolgt in vielen übersichtlichen Einzelschritten und Tüten, die man sich über Tage verteilen kann.
Die Bauteile für das Pokémon Turtok liegen sortiert in mehreren nummerierten Tüten bereit.

Kritikpunkte: Spaltmaße, Teileverhältnis und Koppelzwang

In der Klemmbaustein-Szene stößt das Set trotz des Hypes auf detaillierte Kritik. Unter anderem bemängelte der bekannte YouTuber Thomas Panke alias „Held der Steine“ sichtbare Spaltmaße am Kopf von Glurak, durch die innere Konstruktionsfarben durchschimmern.

Auch die starre Haltung der Vorderbeine bei Turtok schränkt die Dynamik der Figur ein. Zudem fließen geschätzt 30 Prozent der Gesamtsteine rein in die Landschaftssockel aus Vulkan-, Strand- und Dschungelelementen.

Ein weiterer Diskussionspunkt bleibt die Verkaufsstrategie: Statt die drei Kult-Monster einzeln für rund 200 Euro anzubieten, zwingt der Hersteller Sammler zum Kauf des gesamten 650-Euro-Pakets.

Günstigere Alternative: SMART Play ab August 2026

Für ein jüngeres Publikum und schmalere Budgets folgten im August 2026 reguläre Spielsets zwischen 20 und 120 Euro. Diese Modelle basieren auf dem sogenannten „SMART Play“-System mit elektronischen Sound- und Bewegungssensoren.

Die Smart Bricks erlauben es den Figuren, aufeinander zu reagieren und typische Rufe abzuspielen. Vorgestellt wurden die interaktiven Sets unter anderem im Rahmen der Pokémon-Weltmeisterschaft in San Francisco, an der über 50.000 Besucher im Chase Center teilnahmen.

„SMART Play“-Pokémon von LEGO: Im Gegensatz zu den Erwachsenen-Modellen richten sich diese Sets bei Preis und Funktionalität an Kinder (und Junggebliebene).
Die neuen, kleineren SMART-Play-Figuren sind speziell für Interaktion und Spielbetrieb ausgelegt.

Materialqualität und Drucke am Großmodell

Beim 650-Euro-Diorama verzichtet Lego vollständig auf Aufkleber. Sämtliche Augenpartien und Gesichtsmerkmale der drei Starter sind direkt auf die Steine gedruckt.

Die farbliche Gestaltung hebt sich mit intensiven Kontrasten wie abgestuften Orangetönen am Vulkan und Azurblau an der Küste von Standard-Sets ab. Die Figuren lassen sich zudem bei Bedarf von den wuchtigen Sockeln trennen und separat platzieren.

Man kann die LEGO-Pokémon von ihren wuchtigen Habitat-Basen nehmen und theoretisch auch einzeln Ausstellen.
Das Pokémon Glurak lässt sich direkt von seiner Vulkanbasis abnehmen und separat aufstellen.

Das Set richtet sich vor allem an Sammler, die den Schwerpunkt auf Nostalgie und Vitrinenwirkung statt auf ein optimales Preis-pro-Stein-Verhältnis legen.