6 Schritte im September und Oktober: So erholt sich der Rasen vor dem Winter
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Im September und Oktober lässt sich strapazierter Rasen gezielt für die kalte Jahreszeit vorbereiten.
Nach heißen Sommermonaten zeigen viele Gartenrasen deutliche Spuren von Trockenheit, verfilzte Halme und kahle Stellen durch Gartenmöbel. Die Monate September und Oktober bieten ideale Bedingungen, um die Grasnarbe vor den ersten Frösten wieder aufzubauen.
Tom Rowley, ehemaliger Greenkeeper beim englischen Fußballclub Leicester City FC und Experte der Grounds Management Association, verweist auf die aktuellen Bodenbedingungen. Die Erde ist nach dem Sommer noch warm, die Feuchtigkeit nimmt zu und das Gras befindet sich in einer natürlichen Wachstumsphase vor dem Winter.
Rasenfilz gründlich entfernen
Eine dichte Schicht aus abgestorbenen Pflanzenteilen, Moos und Wurzelresten blockiert nach dem Sommer oft das Eindringen von Wasser und Nährstoffen. Dieses Material setzt sich direkt an der Bodenoberfläche fest.

Rasenfilz mit einer Harke oder einem Vertikutierer entfernen
Zur Beseitigung eignet sich eine stabile Harke oder ein Vertikutierer. Das gründliche Auskämmen erfordert Kraftaufwand, sorgt aber dafür, dass der Boden wieder belüftet wird.
Verdichtete Böden belüften
Stark beanspruchte Flächen, etwa Laufwege zum Grill oder Standorte von Planschbecken, weisen oft stark verdichtete Erde auf. Regenwasser kann dort nicht mehr versickern.
Mit einer Grabegabel oder einem Aerifizierer werden Löcher in einer Tiefe von 10 bis 15 Zentimetern in den Boden gestochen. Durch leichtes Vor- und Zurückbewegen der Zinken öffnet sich die Struktur für Luft und Wasser.
Bei besonders festem Untergrund hilft es, feinen Quarzsand oder spezielles Rasensubstrat in die Löcher einzukehren, um die Drainage langfristig offenzuhalten.
Kahle Stellen gezielt nachsäen
Sonnenbrand und Druckstellen hinterlassen im Spätsommer regelmäßig offene Erdflecken. Diese sollten zügig geschlossen werden, bevor sich Unkraut und Moos ausbreiten.

Kahle Stellen im Rasen nach dem Sommer
Der Boden wird an den betroffenen Stellen leicht aufgeharkt, mit passendem Rasensamen bestreut und dünn mit Erde bedeckt. Bei täglicher Bewässerung zeigen sich in der Regel innerhalb von zwei Wochen die ersten Halme.
Den passenden Herbstdünger wählen
Die Nährstoffversorgung im Herbst entscheidet darüber, wie widerstandsfähig die Gräser in die Frostperiode gehen. Viele Gartenbesitzer verzichten fälschlicherweise auf diese Gabe.
Nährstoffbalance für die kalte Jahreszeit
Im Gegensatz zum Frühjahr benötigt der Rasen nun eine Düngermischung mit wenig Stickstoff, aber hohen Anteilen an Kalium und Phosphor. Kalium stärkt die Zellwände und schützt die Halme vor Frostschäden.
Ein hoher Stickstoffgehalt würde hingegen weiches Längenwachstum anregen, das bei Minustemperaturen schnell erfriert. Der Dünger wird idealerweise nach dem Vertikutieren und Nachsäen ausgebracht.
Schnitthöhe anpassen und gezielt wässern
Der Rasenmäher bleibt im Herbst weiterhin im Einsatz, allerdings mit veränderter Schnitthöhe. Eine Schnitthöhe von rund vier Zentimetern schützt die Basis der Gräser vor Kälte und verdrängt Moos.
Kurzer Grasschnitt kann als Nährstofflieferant auf der Fläche verbleiben. Längere Halme müssen aufgesammelt werden, da sie sonst verrotten und Pilzkrankheiten begünstigen.
Bleibt der Herbst trocken, sollten nachgesäte und gedüngte Bereiche frühmorgens oder am späten Abend gewässert werden, um Verdunstungsverluste zu minimieren.

