6 Sicherheits-Checks: So entlarven Sie Fake-Shops beim Solaranlagen-Kauf
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Photovoltaik-Komponenten für Balkonkraftwerke im Überblick.
Der Online-Kauf von Photovoltaik-Anlagen boomt. Ob kompaktes Balkonkraftwerk für mehrere hundert Euro oder Komplettsystem mit Speicher für mehrere tausend Euro: Der digitale Preisvergleich spart oft Geld, birgt jedoch finanzielle Risiken durch professionell gestaltete Fake-Shops.
Branchenexperte Janik Nolden, Gründer von Solarhandel24 und Betreiber der YouTube-„Solarakademie“, empfiehlt vor jeder Bestellung eine strukturierte Überprüfung des Händlers.
Die 6 Prüfschritte vor der Online-Bestellung
1. Existenz und Standort des Händlers verifizieren
Ein seriöser Händler macht kein Geheimnis aus seiner Identität. Vor der Zahlung sollte feststehen, wer das Unternehmen leitet und wo sich das Lager befindet.
Echte Teamfotos, namentlich genannte Geschäftsführer und ein verifizierbarer Standort auf Google Maps sind Mindeststandards. Auch Berichte in Fachmedien oder lokale Presseartikel bestätigen die reale Existenz eines Anbieters.
2. Domain und Schreibweise kontrollieren
Kriminelle kopieren häufig das Design bekannter Marken und nutzen manipulierte Webadressen. Typisch sind leicht abweichende Schreibweisen, Buchstabendreher oder unübliche Domain-Endungen.
Eine kurze Suche in Verbraucherschutzforen oder der Abgleich mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale deckt Nachahmungen in der Regel sofort auf.
Balkonkraftwerk-Komponenten für die eigene Stromerzeugung.
3. Preis und Verkaufsdruck bewerten
Die Marktpreise für Solarmodule, Wechselrichter und Speicherbatterien sind transparent. Liegt ein Angebot drastisch unter dem Niveau der Konkurrenz, ist Vorsicht geboten.
Zusätzliche Warnsignale sind künstlicher Zeitdruck durch ablaufende Countdowns oder angebliche Restbestände, die zum schnellen Abschluss verleiten sollen.
4. Technische Produktdaten einfordern
Vertrauenswürdige Händler listen konkrete Spezifikationen auf. Dazu zählen Herstellername, exakte Modellbezeichnungen, Leistungsdaten und vollständige Datenblätter.

Schwammige Sammelbegriffe wie „Premium-Solarmodul“ ohne Nennung von Typ und Zubehörumfang wie Halterungen oder Kabeln weisen oft auf unseriöse Verkäufer hin.
5. Logistik- und Lieferangaben prüfen
Schwere Solarkomponenten und Glasmodule erfordern spezialisierte Speditionen. Seriöse Händler machen präzise Angaben zu Lagerbeständen, Lieferfristen und Versandkosten.
Auch die Möglichkeit einer Selbstabholung am Standort ist ein klares Indiz für einen real existierenden Betrieb.
6. Gütesiegel auf Echtheit testen
Aufgedruckte Prüfsiegel auf einer Webseite sind schnell gefälscht. Ein echtes Siegel muss direkt per Klick auf das Zertifikat des jeweiligen Prüfinstituts weiterleiten.
Zusätzlich sollten Kundenbewertungen auf externen, unabhängigen Bewertungsportalen geprüft werden, da shopinterne Rezensionen manipuliert sein können.
Schritte bei bereits getätigten Zahlungen
Wer nach der Bestellung den Verdacht eines Betrugs schöpft, muss unverzüglich seine Bank oder den Zahlungsdienstleister kontaktieren. Bei Kreditkartenzahlungen oder Systemen mit integriertem Käuferschutz lässt sich das Geld oft noch stoppen.
Sichern Sie unverzüglich alle Beweise: Bestellbestätigungen, Rechnungen, E-Mail-Verläufe sowie Screenshots des Shops und der URL. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei und melden Sie die Domain bei der Verbraucherzentrale.

