6 Wochen gegeben, seit 2,5 Jahren am Leben: Krebspatientin wehrt sich gegen Prognosen
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Charlotte Anderson-Read kämpft seit 2,5 Jahren gegen Gallengangskrebs.
Als Ärzte bei Charlotte Anderson-Read im November 2023 einen seltenen, aggressiven Gallengangskrebs diagnostizierten, gaben sie ihr noch sechs Wochen zu leben. Mittlerweile kämpft die heute 40-jährige Britin seit zweieinhalb Jahren gegen den Lebertumor.
Nach zahlreichen Chemotherapien, Bestrahlungen und einer klinischen Studie gilt sie medizinisch als austherapiert. Weitere Behandlungsoptionen gibt es für die Mutter einer Tochter derzeit nicht.
Keine Lust auf ungefragte Prognosen
Von Schätzungen über ihre verbleibende Lebenszeit will Anderson-Read bewusst nichts wissen. Diesen Wunsch teilte sie dem medizinischen Personal mehrfach mit.
Trotzdem kam es Ende Juli zu einem übergriffigen Vorfall: Zwei Palliativkrankenschwestern besuchten die Patientin zu Hause. Eine der Pflegerinnen nahm Anderson-Reads Ehefrau Louise beiseite und flüsterte ihr im Nebenzimmer zu, dass sie wegen des starken Gewichtsverlusts wohl nicht mehr lange zu leben habe.
Da das Paar keine Geheimnisse voreinander hat, erfuhr die Patientin umgehend davon. Für Anderson-Read war der ungefragte Kommentar ein herber Rückschlag.

„Ich denke, es ist ein Privileg, dass wir nicht wissen, wann wir sterben werden“, erklärte sie auf Instagram. Dieses Privileg wolle sie sich bewahren, um ihr Schicksal anzunehmen. Spekulationen vergleicht sie sarkastisch mit einer makabren Wette.
Trotz starker Erschöpfung und sichtbarem Gewichtsverlust weigert sie sich aufzugeben: „Ich habe noch lange zu leben – ich habe noch viel zu tun.“
13 Warnsignale: Früherkennung rettet Leben
Um Krebserkrankungen möglichst früh zu erkennen, empfiehlt Cancer Research UK, bei anhaltenden körperlichen Veränderungen frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Julie Sharp, Leiterin der Patienteninformation der Organisation, verweist auf 13 zentrale Warnzeichen.
Typische Symptome laut Krebsexperten
- Unerklärliche Schmerzen: Anhaltende Schmerzen können auf Knochen-, Hoden- oder Hirntumoren hinweisen, während Rückenschmerzen mitunter bei Darm- oder Eierstockkrebs auftreten.
- Nächtliche Schweißausbrüche: Sehr starkes Schwitzen in der Nacht ist ein mögliches Symptom von Leukämie oder Lymphdrüsenkrebs.
- Unerklärliche Gewichtsabnahme: Starker und ungewollter Gewichtsverlust sollte immer ärztlich abgeklärt werden.
- Knoten oder Schwellungen: Anhaltende Verhärtungen an Hals, Achselhöhle, Leiste, Brust oder Hoden erfordern eine Untersuchung.
- Fatigue: Lähmende, dauerhafte Erschöpfung, die sich durch Schlaf nicht bessert, kann ein früher Hinweis auf Blutkrebs sein.
- Unerklärliche Blutungen: Blut im Stuhl, Urin, Auswurf oder vaginale Blutungen außerhalb der Periode sind ernste Warnsignale.
- Hautveränderungen: Nicht heilende Wunden sowie veränderte Muttermale sollten nach der ABCDE-Regel kontrolliert werden.
- Verdauungsprobleme: Anhaltende Schluckbeschwerden, Appetitlosigkeit oder Magenprobleme können auf Tumore im Verdauungstrakt hindeuten.
- Heiserkeit und Husten: Hält Heiserkeit oder Husten länger als drei Wochen an, drohen Erkrankungen des Kehlkopfs oder der Lunge.
- Veränderter Stuhlgang: Chronische Verstopfung, Schmerzen oder auffällige Frequenzen deuten mitunter auf Darm- oder Blasenkrebs hin.
- Mundgeschwüre: Wunde Stellen im Mundraum, die nach drei Wochen nicht abheilen, müssen zahn- oder hausärztlich begutachtet werden.
- Veränderungen der Brust: Neben Knoten zählen auch Formveränderungen, Schmerzen oder Flüssigkeitsaustritt aus den Brustwarzen zu den Risikofaktoren.
- Dauerhafte Blähungen: Treten Blähungen über einen längeren Zeitraum fast täglich auf, kann dies ein Anzeichen für Eierstockkrebs sein.
