60-Sekunden-Spot löst Beben aus: Golf-Riese Callaway beendet Kooperation nach Tackling-Video
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60-Sekunden-Spot löst Beben aus: Golf-Riese Callaway beendet Kooperation nach Tackling-Video
Ein 60-sekündiger Werbespot hat weitreichende Folgen für den amerikanischen Golfmarkt. Der Sportartikelhersteller Callaway und das Medien-Startup Good Good stehen im Zentrum massiver Kritik, nachdem ein Clip mit einer inszenierten Attacke gegen eine Golferin veröffentlicht wurde.
Good Good zählt zu den reichweitenstärksten Plattformen im Golfsport und sammelte im vergangenen Jahr 45 Millionen US-Dollar an Investorengeldern ein. Seit 2023 kooperierte das Format mit Callaway, einem der größten Ausrüster der Welt mit einem Jahresumsatz von rund zwei Milliarden US-Dollar.
Ein Tackling am Golfabschlag
Am 21. August stellten beide Partner ein Werbevideo für einen neuen Schläger vor. In dem Clip greift die Golferin Alexis Miestowski nach dem Driver, ehe Good-Good-Mitgründer Garrett Clark heranstürmt, sie zu Boden rammt und warnt, den Schläger nicht zu berühren.
Szene aus dem Werbespot von Callaway und Good Good.
Das Video rief umgehend massive Kritik in den sozialen Netzwerken hervor. Zahlreiche Nutzer warfen den Beteiligten vor, Gewalt gegen Frauen zu verharmlosen und als Unterhaltung zu inszenieren.
Die Partner löschten das Video und veröffentlichten Entschuldigungen, doch die Reaktionen blieben scharf. Auch PGA-Tour-Chef Brian Rolapp äußerte sich öffentlich und bezeichnete den Inhalt als besorgniserregend und unvereinbar mit den Werten der Golftour.
Eskalation und Kooperationsende
Am 27. August zog Callaway die Konsequenzen und erklärte die Partnerschaft mit Good Good für beendet. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, eine Million US-Dollar an Organisationen zu spenden, die sich gegen Gewalt an Frauen einsetzen.
Callaway räumte zudem Fehler im internen Freigabeprozess ein. Good-Good-Chef Matt Kendrick bezeichnete den Clip als schwerwiegenden Fehler, warf Callaway jedoch vor, das Video vorab autorisiert zu haben und nun die alleinige Verantwortung abzuwälzen.
Wirtschaftliche Folgen und Rücktritte
- Der US-Sportartikelhändler Dick’s Sporting Goods entfernte gemeinsame Produkte aus den Regalen.
- Der TV-Sender Golf Channel strich eine geplante Realityshow mit Good Good aus dem Programm.
- Good Good gab das Titelsponsoring für ein Turnier der PGA Tour in Austin auf.
Die Krise führte schließlich zu einem personellen Umbruch an der Spitze des YouTube-Unternehmens. Medienberichten zufolge haben CEO Matt Kendrick und Präsident Joe Flannery Good Good verlassen.

