600 Euro für 5 Tage Mallorca: Klassenfahrt-Preissprung sorgt für Wut bei Eltern
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Hohe Kosten für Schulausflüge und Klassenfahrten belasten das Budget vieler Familien.
Eine Schulfahrt nach Mallorca sorgt bei Eltern einer siebten Klasse für massiven Unmut. Weil mehrere Familien kurzfristig absprangen, kletterte der Reisepreis pro Schüler für den fünftägigen Aufenthalt von geplanten 400 auf 600 Euro.
Die alleinerziehende Mutter Cindy machte den Preisanstieg auf TikTok öffentlich. Trotz ihrer Teilzeitbeschäftigung zahlte sie den erhöhten Betrag, damit ihr Sohn nicht ausgeschlossen wird – stieß damit im Umfeld jedoch auf Unverständnis.
Streit im Eltern-Chat und Kritik am Reiseziel
In der WhatsApp-Gruppe der Klasse löste der Kostensprung hitzige Debatten aus. Cindy appellierte an andere Erziehungsberechtigte, finanzielle Engpässe rechtzeitig zu kommunizieren, anstatt spät abzusagen und die Kosten für alle verbleibenden Kinder in die Höhe zu treiben.
Auf Social Media stieß vor allem die Wahl des Reiseziels auf Unverständnis. Nutzer hinterfragten, warum eine siebte Klasse überhaupt nach Mallorca fliegen müsse, und rechneten vor, dass bei zehn Schülern bereits 6.000 Euro für fünf Tage zusammenkämen.

Organisatorischer Druck auf die Lehrkräfte
Dauerbelastung rund um die Uhr
Klassenfahrten geraten nicht nur wegen der Kosten in die Kritik, sondern fordern auch das Schulpersonal. Lehrerin Kathrin schilderte kürzlich den immensen Vorbereitungsaufwand von Budgetkalkulationen über Notfallpläne bis hin zur Medikamentenverwaltung.
Vor Ort müssen Aufsichtspersonen zudem alltägliche Probleme wie Bettenbeziehen, Heimweh, Streitigkeiten oder Krankheiten auffangen – oft verbunden mit massivem Schlafmangel.
