67. Dortmunder Lichterfest: Tierschützer fordern Aus für Feuerwerk
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Feuerwerk und Beleuchtung beim traditionellen Lichterfest im Westfalenpark.
Das Dortmunder Lichterfest fand am 29. August zum 67. Mal im Westfalenpark statt. Neben Lichtinstallationen gehörte traditionell auch eine Pyroshow zum Programm. Daran entzündet sich nun deutliche Kritik von Tierschützern.
Blick auf das Feuerwerk und die leuchtende Pyramide im Park.
PETA verlangt generelles Verbot von Feuerwerken
Die Tierrechtsorganisation PETA fordert ein grundsätzliches Aus für Pyrotechnik – sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum. Knallkörper und Raketen versetzen Haus- und Wildtiere in schwere Panik, betont Fachreferentin Monic Moll.
Für wenige Minuten Unterhaltung dürfe kein Tierleid in Kauf genommen werden. Die Organisation appelliert an Kommunen und Veranstalter, künftig auf geräuscharme Alternativen wie Licht- oder Lasershows umzusteigen.
Stadtverwaltung Dortmund verteidigt das Konzept
Auf Anfrage erklärte die Stadt Dortmund, dass die Pyroshow am Buschmühlenteich auf bewährte Elemente der Vorjahre setzt. Wegen erhöhter Waldbrandgefahr verzichtete man vor Ort bereits auf ein großes Höhenfeuerwerk.
Teelichter als Dekoration bei der Abendveranstaltung.
Nach Angaben der Stadt zeigen langjährige Beobachtungen, dass Wasservögel den Bereich an Veranstaltungstagen frühzeitig verlassen. Das hohe Besucheraufkommen sorge ohnehin für Unruhe, sodass die Tiere rechtzeitig in andere Bereiche außerhalb des Parks ausweichen.
Drohnenshows statt Pyrotechnik als Zukunftsmodell
PETA verweist auf andere Städte in Nordrhein-Westfalen. So hat Bonn angekündigt, bei der Traditionsveranstaltung „Rhein in Flammen“ ab 2028 komplett auf Feuerwerk zu verzichten und stattdessen auf Drohnen- und Lichtinszenierungen zu setzen.
Erhebliche Risiken für die Tierwelt
Der Naturschutzbund NABU warnt regelmäßig vor den Belastungen durch Knallgeräusche. Aufgeschreckte Vögel fliegen oft in extreme Höhen, was enorme Energiereserven verbraucht. Die Erholung von diesem Schock dauert teils Tage oder Wochen.
Im Frühjahr und Sommer verschärft sich das Problem durch die Brutzeit. Bei „Rhein in Flammen“ starb im Mai 2025 ein Schwan nach einer Kollision mit einer Hochspannungsleitung. Wenn Elterntiere durch Explosionen die Orientierung verlieren, bleiben Nester unversorgt und Jungtiere verhungern.


