74:58 gegen Japan: Deutsche Basketballerinnen schlagen nach WM-Debakel zurück
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Luisa Geiselsöder im Duell mit Nanako Todo bei der Basketball-WM in Berlin.
Die deutschen Basketballerinnen haben sich bei der Heim-WM in Berlin eindrucksvoll zurückgemeldet. Nur 24 Stunden nach der 53:83-Auftaktniederlage gegen Spanien schlug das Team von Bundestrainer Olaf Lange Japan mit 74:58 (34:29).
Starker Start vor ausverkaufter Kulisse
Vor 8.367 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle dominierte die DBB-Auswahl die Anfangsphase. Nach einer schnellen 7:2-Führung zogen Nyara Sabally und Frieda Bühner mit drei Dreipunktwürfen in Serie bis zum Ende des ersten Viertels auf 28:11 davon.
Deutschlands Luisa Geiselsöder verteidigt gegen Japans Nanako Todo.
Bühner avancierte mit 19 Punkten zur besten Werferin des Spiels. Auch Sabally (18), Kapitänin Marie Gülich (11) und Emma Eichmeyer (10) trafen zweistellig.
Rückschläge vor dem Sprungball
Den Erfolg erarbeitete sich die Mannschaft unter erschwerten Vorzeichen. Aufbauspielerin Alexis Peterson verpasste die Partie kurzfristig wegen eines Infekts und blieb im Teamhotel.
Zudem erhöhte sich der Druck in der Gruppe vor dem Anpfiff drastisch: Außenseiter Mali besiegte Vize-Europameister Spanien überraschend mit 82:73 (32:34) und feierte damit erst den zweiten WM-Sieg seiner Verbandsgeschichte.

Japanische Wurfschwäche entscheidet das Spiel
Nachdem Japan vor der Pause bis auf 34:29 herangekommen war, fand Deutschland im dritten Viertel wieder die Kontrolle. Die deutsche Defensive schaltete Japans größte Stärke aus: Nach 20 Dreiern im ersten Gruppenspiel gegen Mali trafen die Asiatinnen gegen Deutschland in den ersten 30 Minuten lediglich einen von 21 Versuchen aus der Distanz.
Ein weiterer Treffer von Bühner von jenseits der Dreierlinie eröffnete den Schlussabschnitt und sicherte den Vorsprung von 19 Zählern endgültig ab.
Entscheidung gegen Mali
Mit der ausgeglichenen Bilanz hat Deutschland den Einzug in die K.-o.-Runde selbst in der Hand. Nach einem spielfreien Tag trifft die DBB-Auswahl am Montag im letzten Vorrundenspiel auf Mali.
Der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für das Viertelfinale, während die Zweit- und Drittplatzierten in den Play-Ins um die restlichen Tickets der Runde der besten Acht spielen.

