80 bis 120 Eier im Jahr: Warum Seidenhühner gegen Schnecken im Beet helfen
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Nacktschnecken können im Frühjahr frische Triebe innerhalb kürzester Zeit abfressen.
Sobald im Frühjahr die Temperaturen steigen, droht in vielen Nutzgärten massiver Kahlfraß durch Schnecken. Feuchte Witterung begünstigt ihre Vermehrung drastisch, sodass junge Gemüsetriebe oft über Nacht verschwinden.
Herkömmliches Schneckenkorn schützt zwar den Ertrag, birgt jedoch erhebliche Vergiftungsrisiken für Igel, Vögel und Haustiere. Viele Gärtner suchen deshalb nach biologischen Alternativen zur Schädlingskontrolle.
Eine Nacktschnecke frisst an einem Salatblatt im Garten.
Natürliche Räuber und der Einsatz von Geflügel
Ein naturnaher Garten mit Totholz-, Stein- und Laubhaufen lockt heimische Jäger wie Kröten, Laufkäfer und Blindschleichen an. Diese fressen sowohl ausgewachsene Schnecken als auch deren Gelege, benötigen aber entsprechende Rückzugsräume.
Als aktive Fressfeinde sind vor allem Laufenten bekannt, die gezielt nach Nacktschnecken suchen. Nützliche Arten wie die Weinbergschnecke bleiben dabei idealerweise verschont, doch nicht jedes Grundstück eignet sich für die anspruchsvolle Entenhaltung.
Seidenhühner als Helfer im Gemüsegarten
Eine weniger bekannte Option für private Gärten ist das Seidenhuhn (Gallus gallus domesticus). Die ursprünglich aus China stammende Rasse fällt durch ihr pelzartiges Gefieder sowie ihre dunkle Haut- und Knochenstruktur auf.
Die Tiere gelten als ruhig, zutraulich und suchen Beete stetig nach Schnecken, deren Eiern und anderen Kleinstlebewesen ab.
Mehrere Seidenhühner laufen auf einer Wiese im Garten.
Legeleistung und Haltungsansprüche
In puncto Eierproduktion unterscheidet sich das Seidenhuhn deutlich von Wirtschaftsrassen. Eine Henne legt pro Jahr etwa 80 bis 120 Eier, während kommerzielle Legehennen laut dem Statistischen Bundesamt rund 300 Eier erreichen.
Für die Haltung sind ein raubtiersicherer Stall, ständiger Zugang zu frischem Wasser und trockene Unterstände zwingend erforderlich. Durch die fehlenden Hakenstrahlen in den Federn ist das Gefieder nicht wasserabweisend und muss vor Dauerregen und Schlamm geschützt werden.
Wirkung auf Zecken nicht belegt
Häufig wird behauptet, dass scharrende Hühner auch die Zeckenpopulation im Garten drastisch verringern. Wissenschaftliche Belege für eine messbare Risikosenkung für Mensch und Haustier gibt es bislang jedoch nicht.


