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A14 am Pfändertunnel: Neue Section Control misst ab 20 Uhr bei Tempo 60

Pfändertunnel an der Autobahn A14 bei Bregenz nahe Lindau Aktuelle News

Im Pfändertunnel an der A14 überwacht eine Abschnittskontrolle die Geschwindigkeit.

Direkt hinter der bayerischen Grenze auf der österreichischen Autobahn 14 müssen sich Autofahrer auf eine verschärfte Geschwindigkeitsüberwachung einstellen. Im stark befahrenen Pfändertunnel bei Bregenz hat die Autobahnbetreiberin Asfinag eine automatisierte Abschnittskontrolle („Section Control“) in Betrieb genommen.

Die A14 schließt unmittelbar an die deutsche A96 bei Lindau an und dient vielen Urlaubern und Pendlern als Hauptroute in Richtung Süden.

Nachtbaustelle: Warum nachts Tempo 60 gilt

Die Geschwindigkeitsmessung ist nicht rund um die Uhr aktiv. Wie ein Sprecher der Asfinag mitteilte, erfolgt die Überwachung derzeit ausschließlich an Werktagen im Zeitraum von 20:00 bis 05:00 Uhr.

In den Nachtstunden wird jeweils eine der beiden Tunnelröhren wegen laufender Sanierungsarbeiten vollständig gesperrt. Der Verkehr rollt dann im Gegenverkehr durch die andere Röhre.

Statt der regulär erlaubten 100 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit während der nächtlichen Arbeiten auf 60 km/h herabgesetzt.

Im Pfändertunnel an der A14 bei Bregenz ist eine Abschnittskontrolle in Betrieb. Das System misst nachts das Tempo wegen Bauarbeiten im Tunnel. (Symbolbild)
Abschnittskontrolle im Pfändertunnel an der A14 bei Bregenz.

Durchschnittstempo statt punktueller Radarfalle

Im Gegensatz zu herkömmlichen Blitzern registriert das System die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Fahrzeuge über den gesamten Streckenabschnitt hinweg. Dieses Verfahren soll verhindern, dass Fahrer nur kurz vor einer Kamera stark abbremsen.

In Österreich wird die Technologie bereits seit Jahren schwerpunktmäßig in Tunneln und an Großbaustellen eingesetzt, um das Unfallrisiko zu senken.

Rechtliche Verzögerung bei der Scharfschaltung

Hinweisschilder auf die Section Control standen bereits seit dem Frühjahr an der Strecke, scharf war die Anlage bislang aber nicht. Grund für die Verzögerung war laut Betreiber die behördliche Verordnung, die erst jetzt erlassen wurde.

Die Schilder seien bewusst frühzeitig montiert worden, um die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig für die Temporeduzierung im Tunnel zu sensibilisieren. Die Modernisierung der Sicherheitssysteme im Pfändertunnel läuft seit vergangenem Jahr und soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein.