A27 in den Niederlanden gesperrt: 500 Euro Bußgeld und neue Schilder an der Grenze
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Grenzübergang Zevenaar an der Autobahn zwischen Deutschland und den Niederlanden.
Reisende und Berufskraftfahrer aus Deutschland treffen an den Grenzübergängen zu den Niederlanden derzeit auf mehrsprachige Hinweisschilder. Diese machen bereits rund 100 Kilometer vor dem eigentlichen Nadelöhr auf ein massives Durchfahrtsverbot aufmerksam.

Zevenaar an der Grenze in den Niederlanden zu Nordrhein-Westfalen.
Verbot für Lkw und Reisebusse auf der Merwedebrug
Betroffen ist die Merwedebrug im Verlauf der Autobahn A27 zwischen Gorinchem und Sleeuwijk. Die niederländische Infrastrukturbehörde Rijkswaterstaat hat das Bauwerk für Lastkraftwagen und Reisebusse gesperrt, nachdem Untersuchungen gravierende Schwächen an der Stahlkonstruktion offenbarten.
Um ein Verkehrschaos in den südlichen Landesteilen zu vermeiden, dürfen Pkw und reguläre Linienbusse die Brücke weiterhin passieren. Für den Schwer- und Fernreiseverkehr gilt die Sperrung jedoch ausnahmslos.
500 Euro Bußgeld bei Missachtung
Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot werden konsequent geahndet. Bei einer Missachtung wird eine Geldbuße in Höhe von 500 Euro fällig, zuzüglich der Bearbeitungsgebühren der Justizinkassostelle CJIB.
Die Einhaltung der Maßnahme wird über Kamerasysteme sowie gezielte Kontrollen von Polizei und Staatsanwaltschaft überwacht.
Mehrsprachige Schilder an den Autobahngrenzen
Da viele ausländische Fahrer von den Einschränkungen überrascht wurden, stehen an zentralen Grenzkorridoren nun Informationstafeln in zehn Sprachen. Betroffen sind unter anderem die Übergänge an der A12 bei Zevenaar (Verlängerung der deutschen A3) sowie an der A16 bei Hazeldonk.
Für den gesperrten Verkehr sind feste Umleitungsstrecken eingerichtet:
- Routen über die A15, A16 und A59 sowie alternativ über die A15, A2 und A59.
- Transporte mit gefährlichen Gütern müssen zwingend auf die A2 ausweichen.
Die 109 Kilometer lange A27 verbindet den Knooppunt Sint-Annabosch nahe der belgischen Grenze mit Almere am Markermeer. Eine Sanierung der Brücke reicht nach Angaben der Behörden nicht aus; das Bauwerk muss vollständig neu gebaut werden.
